Dienstag, 28. Februar 2017

#creadienstag {Frühling}

alles ist ruhig, alles ist still. die ersten Vogelstimmen ertönen draußen. drinnen im Haus höre ich das leise Atmen der Kinder...diese wenigen Minuten zwischen Ruhe und Alltag sind golden. als ich den Artikel zu schreiben begann, schrieb ich Fühling statt Frühling in die Überschrift. Fühling - eigentlich sollte ich das Wort das stehen lassen. es gibt wenige Zeiten im Jahreslauf, in denen das Fühlen so stark ist wie im Frühling. wenn der Winter, wenn die Kälte geht. wenn die ersten Sonnenstrahlen die Erde erwärmen, neuen Raum schaffen für Düfte, für Blüten, für Erwachen, dann beginne ich zu fühlen. beginnen die Kinder zu fühlen. denn bis tatsächlich die Knospen aufplatzen, die Bienen im Garten summen, dauert es noch. aber sie können es fühlen. es ist ein zartes Anklopfen der neuen Jahreszeit, des neu erwachenden Lebens, das sie verändert, fröhlicher macht und auch ungeduldiger.
da fällt es schon mal schwer, sitzen zu bleiben. werden Nasen an der Fensterscheibe platt gedrückt, wenn der erste Zitronenfalter vorbei flattert. in den wenigen Minuten der letzten Tage, in denen die Kinder nicht draußen waren, haben wir diese kleinen Bienen gebastelt. aus den Resten der weihnachtlichen Bienenwachskerzenbastelei. den Frühling fühlen und taktil umsetzen sozusagen. wir haben sie an unseren Weidenkätzchenstrauß gebunden. (ich erwähnte ja bereits, dass Weidenkätzchen in unserer Nähe gerodet wurden - immer noch Kopfschüttel)
am Dienstag nach Rosenmontag und vor Aschermittwoch ist das Fühlen sehr zentral...


verlinkt mit creadienstag




Dienstag, 21. Februar 2017

Kostüme am #creadienstag

am Donnerstag geht es hier rund. dann ist Weiberdonnerstag, die Kinder gehen verkleidet in die Schulen und kommen völlig überzogen wieder nach Hause. Kostüme müssen noch her und wir sind mal wieder auf den letzten Drücker dran. denn wie ihr wisst, waren wir krank in den vergangenen Wochen (aber unter uns. wir wären auch so spät an, ich verdränge Fasching jedes Jahr! Ehrenwort)
während die einen Kinder genau wissen, was sie werden und schon seit Monaten an den Ideen basteln, das Kostüm fertig im Schrank hängt, sind die anderen Kinder unentschieden. von Rotkäppchen bis Steinzeitmensch ist alles dabei. glücklicherweise leben hier nur weibliche Kinder und so entsteht aus 5 Metern Tüll und weißen Punkten ein schneller Rock für ein Reh Kostüm. aus Meerjungfrauenstoff wird wohl ein Drache werden...

und ihr so?? happy #creadienstag


Montag, 20. Februar 2017

#Wochenende und Montagsrezept {ein Streusel Kuchen}

es ist Montag und die Windpocken liegen hinter uns. die Kinder sind in der Schule - oder auf dem Weg dorthin - und ich habe endlich, endlich Zeit, mich um dieses Blog zu kümmern. unser Wochenende in Bildern steht noch aus und weil ja schon Montag ist, zeige ich auch gleich, was ich gestern gebacken habe.
der Hang gegenüber unseres Hauses wurde seiner Bäume und somit auch seiner Weidenkätzchen beraubt. so kam ich eher ungewollt zu einem großen Arm voll Weidenkätzchen. sie zieren seither mein Haus, den Eingang und dienen als moodboard. denn der neue Grüne Erde Katalog kam und mit ihm Entspannung pur. .. diese Bilder! apropos Entspannung:
Bienenwachs ist für uns auch im Frühling von aller feinster Freude. ein wenig aufgewärmt und schon können wir die schönsten kleinen Gebilde kneten.
wir haben ein sehr sehr feines Buch zum Lesen gefunden. "Mademoiselle oiseau" von Andrea de la Barre de Nateuil, besprochen hat das Buch Luna für euch!

und nun der Kuchen .... ich mag Streusel ja gerne. wer nicht. (es gibt ja nicht umsonst jetzt diese Restaurants in den USA, in denen man Streuselkuchenteig zum Schlecken kaufen kann). also Streusel für das Wochenende ... und den Montag. das Rezept ist super simpel. ein heller und ein dunkler Streuselteig werden zu gleichen Teilen auf ein Backblech gelegt und gebacken...
die Zutaten:
für die hellen Streusel:

  • 100 g Margarine
  • 250 g Mehl
  • 200 g Zucker
für die dunklen Streusel:
  • 100 g Butter
  • 250 g Mehl
  • 150 g Zucker
  • 150 g Kakao
das Backen:
  • beide Streuselteige herstellen
  • den Backofen auf 180 Grad hoch heizen
  • den weißen Streuselteig als ersten auf der Backform verteilen
  • den schwereren dunklen Streuselkuchen auf den weißen Streuseln verteilen (weil sie schwerer sind, werden sie während des Backens in die weißen Streusel sinken)
  • ca. 30 min backen 
  • der Teig wird sehr schlabberig aus dem Ofen kommen - gut so! für mindestens eine Stunde auskühlen lassen, dann härten die schlabberigen Teigschichten aus und es entsteht ein sehr sehr feiner Kuchen
lasst es euch schmecken!

Donnerstag, 16. Februar 2017

#lovelife {Zugvögel}


wir leben mitten auf dem Land. und ich meine mitten. um uns gibt es Wald und.... Wald. dazwischen stehen ein paar Häuser. jeder kennt jeden. wenn ein Nachbar die Motorsäge anwirft, um auf seinem Grundstück altes Wintergewächs zu roden, kribbelt es bei den anderen. also haben wir uns gestern an unseren Eingangsbereich gemacht. die Kinder und ich sind momentan ans Haus gefesselt - Windpocken. aber ein bisschen frische Luft, Abwechslung und auch Kreativität helfen, um dem Krankheitsblues zu entkommen.

das kleinste Kind bekam einen Eimer in die Hand und machte sich voller Freude daran, Stein aufzusammeln. das fast jüngste Kind saß nur auf der Bank und schaute - sie ist wirklich sehr krank... armes Kind.  aber Tipps konnte sie geben und hören konnte sie - eingemummelt in ihre Decke. plötzlich wurden alle Kinder still, die Werkzeuge hörten auf zu klappern, die Blicke schossen in den Himmel. das fast jüngste Kind rief: sie sind da!!!
gemeint waren die Wildgänse - ein erster Schwarm. und sie sind für uns ein Grund mal richtig auszuflippen vor lauter Freude. denn sie künden den Frühling. wenn sie kommen, ist es nicht mehr weit bis die Temperaturen dauerhaft über 0 bleiben, die Veilchen erwachen, der Wald zu duften beginnt. jeden Herbst sind wir traurig, wenn sie gehen und jeden Frühling sehnen wir sie herbei.

nun sind sie da.

mit ihnen die Hoffnung, der Winter möge nun endlich gehen. früher übrigens, als wir noch in der Stadt lebten, gab es einen ganz anderen Indikator für das Werden des Frühlings - tiefer gelegte Autos mit offenen Fensterscheiben und breitem Auspuff,  aus denen Bass und laute Mucke dröhnte. mir sind die Laute der Gänse lieber... wenn ich ehrlich bin.

der Eingang ist sauber und die ersten Schneeglöckchen strecken ihre weiße Köpfen in die Höhe. ich weiß, es ist noch ein wenig zu früh .... aber ich freu mich!

Montag, 13. Februar 2017

#Rezept der Woche: hausgemachter Döner {fastfood}

meine Kinder lieben fastfood. Hamburger, Fritten und Döner. nicht falsch verstehen, sie mögen auch Kartoffeln und Co. aber sie lieben fastfood. deshalb gibt es bei uns sehr oft Hamburger, Fritten und eben Döner - aber eben homemade. weil uns das am Ende besser schmeckt.

die Zutaten werden frisch besorgt, frisch zusammen gerührt und frisch gebacken. der Vorteil an dieser Nahrung ist die individuelle Zusammenstellung des Essens. da wir alle Zutaten auf den Tisch stellen, kann sich jeder seinen eigenen Döner etc. zusammenstellen und essen. so wird das Essen zum Spiel, was unsere Kinder sehr mögen.

so, nun aber zum Döner. wir brauchen Gyrosfleisch, Tzatziki, Fladenbrot und Salat (manchmal auch noch Tomaten, Zwiebeln, eingelegtes Weißkraut). das Gyrosfleisch, den Tzatziki und das Fladenbrot machen wir selbst. das Rezept des Fladenbrotes findet ihr hier . unser Rezept für Gyrosfleisch und Tzatziki zeige ich jetzt.

für das Gyrosfleisch braucht ihr: 


  • 700 g frisches Lammfleisch (es geht auch Schwein)
  • 2 große Zwiebeln
  • 2 Zehen Knoblauch
  • süßer Paprika
  • Salz, Pfeffer
  • gutes Öl

und so geht das Kochen:

  • das Lammfleisch in Streifen von ca. 3 cm Länge und 0,5 cm Breite schneiden. 
  • die Zwiebeln schälen und Ringe daraus schneiden.
  • die Knoblauchzehen durch die Knoblauchpresse drücken und zu den Zwiebeln und dem Lammfleisch in eine Schüssel geben
  • 1/2 Tl Salz, eine Fingerspitze Paprika und ein Tl süßer Paprika über die Fleischmasse verteilen
  • 1 El Öl über die Masse verteilen

nun das Tzatziki:

  • 200 g Joghurt
  • 100 g Quark
  • Salz und Pfeffer
  • Honig
  • frische Salatgurke
  • 1 Knoblauchzehe
  • Öl

die Zubereitung: 

  • Jogurt und Quark miteinander verrühren
  • 1/4 frische Salatgurke klein raspeln
  • Knoblauchzehe durch die Presse drücken 
  • Salz, Pfeffer, Honig und Öl nach Bedarf und Geschmack

sobald das Fladenbrot aufgebacken ist, wird es geviertelt. jedes Viertel wird längs halbiert. und so auf  den Tisch gestellt. nun kommt auf den Boden des Döners Salat, hernach das Fleisch und dann der Tzatziki. lecker!

@limeslounge


Samstag, 11. Februar 2017

#Wochenende {...und Schnee}

leise, leise rieselte es in der vergangenen Nacht vom Himmel. erst in kleinen zarten, beinahe nicht sehbaren Flöckchen, dann in großen, schweren Flocken, die liegen blieben und die gesunden Kinder aus dem Haus trieben.
während die kranken sich über Schüssel, Mehl, Eier und Zucker hermachten und einen feinen Kuchen buken.
gestrickt haben wir auch - schon für Ostern. da wird es wieder so viele Nester zu bestücken geben, da muss ich frühzeitig anfangen, wenn jeder ein kleines Häschen finden möchte.
die Tulpen auf dem Tisch sagen, es sei jetzt Frühling. der Blick aus dem Fenster erinnert mich aber doch daran, dass wir noch Winter haben. und womöglich auch noch ein wenig haben werden. obwohl ich dieses Wetter mit nassem, dicken Schnee schon so oft im Februar getroffen habe. es scheint wie ein Aufbegehren, ein letztes Werden - bevor die Sonne an Kraft gewinnt. diese Zeit des Jahres ist immer wie die Zeit zwischen Traum und Wach. man weiß es eigentlich schon... aber ist doch noch nicht.

da passt das herrliche Samstagsrätsel von swr2 so herrlich hinein ---- in das Halbwache--- Frank Sinatra - ach ja...
habt ein schönes Wochenende!


@karminrot @naturkinder @fräuleinordnung













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Donnerstag, 9. Februar 2017

#Rezept der Woche: Mandelkuchen mit weißer Schokolade


ich bin euch noch das Rezept der Woche schuldig. am Montag war außer Hühnersuppe nicht viel gewesen. deswegen zeige ich, was wir gebacken haben, als es wieder voran ging - gesundheitlich, meine ich.

Mandelkuchen mit weißer Schokolade - glutenfrei, weil kein Mehl, aber ihr müsst auf die Zusammensetzung der weißen Schokolade achten. 


im Grunde ist es der Schokokuchen nur mit weißer Schokolade - und deshalb was ganz anderes. der Geschmack ist einfach nicht zu vergleichen und auch die Konsistenz ist eine andere. aber erstmal die Zutaten:

  • 1 1/2 Tafeln weiße Schokolade 
  • 4 Eier
  • 200 g geriebene Mandeln
  • 1 Msp Backpulver
  • 100 g Zucker
  • 1 Msp Vanille
  • 70 g Margarine
ans Backen:
  • die  Schokolade in Flocken reiben
  • Eier, Mandeln, Backpulver, Zucker, Margarine und Vanille mit den Schokoflocken vermischen
  • Backofen vorheizen auf 200 Grad
  • Teig in die Backform füllen
  • ab in den Ofen für ca. 20 min bei 180 Grad
servieren und lecker. gerne mit Eiscreme oder frischem Obst servieren. 









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#lovelife {Familien-Nachhaltigkeit}

das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt mich schon sehr lange. ebenso das Thema Vereinfachung. beides gehört unbedingt in mein Leben und deshalb auch in meine Familie. aber das Vermitteln der Themen ist mit Unter sehr schwer. wenn es für mich selbstverständlich ist, bestimmte Produkte einfach nicht zu kaufen, sehen die Kinder da eine echte Bestrafung und zwar auch, weil viele Klassenkameraden oder Freunde einen völlig anderen Lebensstil pflegen. dann bin ich hin und her gerissen. gebe ich nach - konsumieren wir mehr und Produkte, die für mich überhaupt nicht gehen, weil sie gegen jede Ethik, gegen jede Nachhaltigkeit verstoßen? kleine Puddings oder Jogurts in Plastikbechern zum Beispiel ... in beinahe allen Haushalten der Freunde unserer Kinder sind sie im Kühlschrank. und unsere Kinder lieben sie - wie fast alle Kinder! aber es ärgert mich, diese kleinen Müllproduzenten zu kaufen. nicht nur, weil sie überteuert sind, sondern auch weil sie weder nachhaltig, noch gesund sind. wenn diese kleinen Becher überhaupt aufgegessen werden - denn oftmals ziehen sich die Kinder zwei kleine Löffel heraus und lassen den Rest stehen - wenn sie also aufgegessen werden, muss ich unser kostbares Wasser nehmen, um die Plastikdinger zu spülen und sie dann in den gelben Sack zu stecken. was für eine unfassbare Schweinerei... mal ehrlich, können die diese nährstofffreien, zuckerhaltigen Unprodukte nicht wenigstens in Glasbehälter verpacken?? 

oder Spülen. als ich klein war, war das Spülen auch meine Aufgabe. wenn ich von der Schule nach Hause kam, war spülen angesagt. manchmal allein, manchmal in Gesellschaft. dann hat einer abgetrocknet und der andere hat das Geschirr gespült. in der Einfachheit dieses Arbeitsprozesses liegt soviel Miteinander, dass es mir schwerfällt zu verstehen, warum eine Spülmaschine mit all ihren Reinigungstabs und super hoch erhitzem Wasser dem einfachen Spülvorgang vorgezogen wird. aber renne ich deswegen durch die Welt und brülle in die Küchen der Frauen, die eine Spülmaschine benutzen. " was macht ihr da?" nein, ich brülle nicht, ich kritisiere nicht und ich predige nicht meinen Lebensweg als den einzig Wahren. anders herum aber muss ich mich oft erklären, genieren sich meine Kinder für den seltsamen Lebenswandel ihrer Mutter.

und genau das gehört für mich zum nachhaltigen und vereinfachten Leben dazu: Respekt vor dem anderen. es ist ein recht altes Prinzip - dieser Respekt. und die Toleranz. etwas, was schon vor so vielen vielen Jahren niedergeschrieben wurde, dass es möglicherweise in unserer Zeit verloren gegangen ist -  der kategorische Imperativ

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“  (Immanuel Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, 1785) 

wohlgemerkt Handle! nicht Erkläre deinen Mitmenschen in ewige Routine, dass sie was falsch machen und das sie was besser machen sollen. Handle heißt vorleben - eben jenes, was in der Erziehung zu beachten ist, das Vorleben! 

wenn die Diskussionen im Haus hier zu hoch hergehen, warum ich jetzt nicht die Plastikschuhe aus dem Discounter besorge, warum ich nicht den Pudding mit Sahnehaube kaufe, warum ich dies und warum ich jenes, kommt er immer wieder zu mir zurück - der kategorische Imperativ. soll noch mal einer sagen, ein Philosophie Studium wäre nichts wert! 

Samstag, 4. Februar 2017

#Wochenende {.....wer ist auch krank?}

mal ehrlich, jedes Jahr um diese Zeit krabbeln diese ekligen kleinen Krankheitserreger aus ihren Löchern und nun ja, suchen und finden mich... und dann bin ich krank... mal wieder im Februar oder Januar oder so. dieses Mal ein feiner vereiterter Gehörgang, der sich bis zum Hals runter zieht... wer braucht denn so was ?? ICH NICHT...

na ja, Nölen hilft da wenig. das geht ja auch wieder vorbei. und während ich mein Ohr mit Medizin und Wärme wieder in die Reihe bekomme, sitzt das jüngste Kind als Wache vor meinem Bett

holt das zweit älteste Kind mir Kirschzweige aus dem Garten.

schreibt das älteste Kind mal schnell die Anleitung für das Püppchen auf.
backt das dritte eine Tarte - weil das so so lecker und kinderleicht zu backen ist...

singt das fast jüngste Kind "werd-schnell-wieder-gesund" Lieder....

also werde ich schnell wieder gesund! und schicke allen, die auch krank im Bett liegen oder sich gerade freundliche Erreger ins Haus geholt haben: Gute Besserung! Frühling ist in Sicht! gaaaaanz sicher.

@naturkinder @fräuleinordnung @kaminrot @holunderblütchen @bücherarsenal





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Donnerstag, 2. Februar 2017

#lovelife


das jüngste Kind stampft die Treppe herunter und ruft nach seinen Schwestern, einmal alle Namen durch ... und wenn keiner antwortet auch mich. Geschwister! sie sind so unendlich wichtig.
sie streiten sich tausendmal am Tag - wie neulich als die Kinder Klopapier Imprägnierungen mit Filzstift nachgezeichnet haben und der orangene Stift nur einmal da war....

und sie umarmen sich genauso oft, wenn sie Kummer haben, wenn jemand außerhalb der Sippe geärgert wird, dann rücken sie zusammen, überlegen Strategien, helfen, hören zu.

neulich haben mein Mann und ich in der Küche gestanden und dem Treiben zu gesehen. die beiden großen Töchter waren am Quatschen lauthals, lachten viel und gaben sich gegenseitig Stichwörter, um das Gespräch am Laufen zu halten. die beiden kleinen, die sich gegenüber sitzen, aßen gemeinsam, nahmen sich Kartoffeln weg und gaben sich welche zurück, lachten und giggelten und das 3. Kind in der Mitte sprang von einer Erzählinsel zur anderen. der Tisch war so lebhaft, dass wir zwei Erwachsenen uns nur ansahen und lächelten.

so sollte es sein, in unseren Träumen von vor den Kindern. laut, lebhaft, ein Tisch, an dem viele Kinder sitzen, schwatzen, streiten, miteinander leben. es war ein kurzer Blick in die Zukunft, wenn alle wieder bei uns sein werden, nachdem sie in ihre eigenen erwachsenen Leben gegangen sind. mein Mann und ich sind nur der Rahmen, aus dem unsere Kinder herauswachsen.

was uns bleiben wird, sind diese Erinnerungen an lebhafte Tischgespräche und kleine Kinder, die die Treppe herunter poltern und nach den Geschwistern rufen. jeder Moment mit ihnen ist ein Geschenk.
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