Montag, 30. Januar 2017

#Rezept am Montag: tarte tatin - oder französischer Apfelkuchen {vegan}

es gibt ein Rezept, das in seiner Einfachheit kaum zu überbieten ist, das immer gelingt und das wir so sehr gerne benutzen, um einen schnellen, leckeren Nachtisch zu zaubern oder einen schnellen Kuchen, wenn mal einer gebraucht wird.

TARTE TATIN - französischer Apfelkuchen. mein Rezept ist sogar vegan.


für eine mittelgroße Tarte Tatin  - also für ca. 4 Personen - braucht ihre eine Auflaufform für Lasagne und Co oder eine klassische Tortenform. ca 30 Minuten vom ersten Schritt bis zum Servieren. und nun die Zutaten:


  • 4 mittelgroße Äpfel
  • 150 g Margarine
  • 150 g Mehl 
  • 300 g Zucker
  • Vanille - eine Msp. 

ans Backen:

  • 150 g Zucker in die Auflaufform geben, verteilen und bei 180 Grad im Ofen karamellisieren.
  • die Äpfel entkernen, schälen und in Streifen schneiden
  • den Zucker aus dem Ofen die Äpfel darauf verteilen
  • ab in den Backofen
  • nun schnell noch den Mürbeteig herstellen
  • dazu Margarine, Zucker, Mehl und Vanille verkneten
  • die Auflaufform aus dem Ofen nehmen
  • den Mürbeteig auf die Äpfel verteilen
  • ab in den Ofen für ca. 12 Minuten oder länger, wenn ihr einen dickeren Teig machen möchtet (ihr könnt alternativ auch auf fertigen Mürbeteig zurückgreifen)

unbedingt warm servieren, gerne mit Eiscreme oder Schlagsahne....lecker lecker lecker

noch ein Tipp: die Schalen der Äpfel nicht wegschmeißen. daraus kann man super leckeres Dörrobst machen oder einfach an den Baum hängen für Vögel.

Samstag, 28. Januar 2017

#Wochenende {Januarende}

so schnell ist der erste Monat im neuen Jahr vorbei. so aufregend war das Wetter - Winter halt - so fantastisch waren die Momente. der letzten Woche, der Woche davor. Winter ist und bleibt eine der Jahreszeiten, die ich am meisten liebe - und am meisten fürchte. weil ich nie weiß, was das Wetter mit sich bringt. eisige Kälte, die alles erfrieren lässt oder milde Temperaturen, die das komische Gefühl vermitteln, irgendwas stimmt nicht.
als ich ein kleines Mädchen war, gab es Winter mit Schnee, viel Schnee, soviel Schnee, dass man morgens auf den Schulhof kam und keine einzige Fußspur sah, obwohl man die Schule gerade erst am Nachmittag davor verlassen hatte. soviel Schnee, dass der Wind kleine Wellen in den Schnee geschrieben hatte - als wäre der Schnee Sand und der Schulhof eine Wüste.

die letzten zwei Wochen haben wir wundervolle Sonnenaufgänge genossen. und großartige Momente auf dem Eis erlebt.
wir haben wundervolle neue Rezepte ausprobiert - aber dazu mehr am Montag. wir haben die neue Puppe ins Bett genommen, unter der Decke bei sternenklarem Himmel und minus 13 Grad gekuschelt.

und wir haben mit Freuden die ersten Frühlingsboten begrüßt - wie Tulpen! oder Stare oder das leise aber durchdringliche Klopfen der Spechte.

@naturkinder @karminrot @fräuleinordnung




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Mittwoch, 18. Januar 2017

#lovelife {Schule}

Schule ist ja so ein Thema. die einen mögen Schule, die anderen nicht. unser Erstklasskind liebt die Schule. sie hat ihre Freunde dort, mag den Lehrer und die pädagogische Fachkraft und findet es in Ordnung, auch mal gelangweilt zu sein. unsere Neuntklässlerin dagegen kann Schule nicht mehr sehen und wenn es nach  ihr ginge, wäre die Schulzeit auch schon beendet. wie ein Job, der einfach perspektivlos ist, sitzt sie in der Schule und laaaaaangweilt sich unendlich. selbst Mathe macht kaum noch Spaß, denn der Stoff ist keine Herausforderung mehr. und auf so etwas eingehen, geht wohl nicht.

ich könnte mich den ganzen Tag über das Thema Schule aufregen. mach ich aber nicht. ich beleuchte mal die wenigen guten Dinge. Hausaufgaben zum Beispiel. Hausaufgaben sind super, wenn die Kinder alt genug sind, um sie selbstständig machen zu können. je mehr, je besser. auf diese Weise hat Frau oder Mann oder Schulteam endlich mal eine Pause von diesen Kindern... ihr merkt schon, ich meine das nicht so. ich meine das zynisch. mal ehrlich: wer um Himmels Willen denkt sich so etwas wie Hausaufgaben aus?? den Stoff festigen nach der Schule - heißt es ja immer. wie nach der Schule? das ist ja so, als wenn ich zur Arbeit ginge und danach noch mal eine Stunde über die geleistete Arbeit nachdenke, reflektiere, festige! geht es noch?? Hausaufgaben sind wichtig, damit Kinder lernen zu lernen. ja, das eben lernen meine Kinder nicht durch Hausaufgaben. meine Kinder lernen im Höchstfall, wie sie möglichst schnell vom Tisch weg kommen, um endlich spielen gehen zu können. sie blicken sehnsüchtig aus dem Fenster, dem kalten, weißen Wetter entgegen und fragen sich, wie lange sie noch hier am Tisch sitzen müssen.

aber ich wollte ja nicht meckern. ich wollte das Positive beleuchten. der frühe Schulbeginn ist definitiv nicht cool! Unterricht, der um 7.50 oder 8.00 Uhr beginnt - so eine Schweinerei. das ist mitten in der Nacht! besonders im Winter. kein Wunder, dass alle Nase lang jemand krank wird. aber nun: Freunde! ja die sind super in der Schule. wenn man welche hat! neulich habe ich mal wieder so ein armes ausgegrenztes Wesen gesprochen... da ändert sich weiß Gott auch nichts. Inklusion! das ist super, wird von mir zu 100% unterstützt. ich wäre allerdings auch dafür Hochbegabung endlich zu inkludieren. ernsthaft. bei uns in Trier gibt es eine Klasse speziell für Hochbegabte. warum muss es denn so was geben. da will jeder sein Kind drinnen sehen und die, die drinnen sind, werde vorgeführt, wie edle Porzellanvasen. verrückt ist das!

und da wäre noch die Dauer der Schule - 13 Jahre bis zum Abi, 10 mindestens.. oder wie ?? guter Gott! man verbringt seine gesamte Kindheit und mindestens den Großteil der Jugend in einer Institution ... Folter nenne ich das! und es gibt kein Entfliehen. im Gegenteil. die Schule und Lehrpläne richten sich immer mehr nach den Interessen der Wirtschaft, zukünftige Lebenswege werden von vornherein mit Erfolg drangsaliert - was, wenn ich nur Kioskverkäufer werden möchte?? ständig Genöle - von den Lehrern über die Eltern. weil Eltern sind doof und stören nur (siehe Helikopter). ständig das Genöle anders herum, weil wir Eltern uns nicht verstanden sehen, weil wir spüren (und das reicht bei Eltern), dass hier was nicht stimmt und unseren Kindern nicht gut bekommt. weil wir sehen, dass wir nichts verändern können, noch nicht mal, wenn man mitten im System ist.

Schule.. das ist so ein Thema. unser Erstklasskind ist heute morgen mit ihren Freunden zusammen zur Schule gerannt, weil sie sich so sehr gefreut hat, weil ihr egal ist, dass sie mitten in der Nacht aufstehen muss, weil sie wirklich noch sehr gerne geht. und dann war die Treppe vor der Schule nicht ausreichend gestreut und ich durfte sie zehn Minuten später mit Einhorn wieder abholen. ... es ist wie ein Synonym... wer so viel Freude für die Schule mitbringt, nun auf den wartet eine Eisscholle!

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Samstag, 14. Januar 2017

#Wochenende {Winterduft}

wonach riecht er - der Winter?? nach Apfelmus, nach eingelegten Kirschen, nach Zimt, nach Kälte, nach rosa-blauen Lichtern, die schwere Flocken mitbringen. für mich riecht der Winter nach Tannennadeln, nach eingefrorenem Waldboden. ein Winterwald riecht ganz besonders, schlafend, kalt, erwartungsschwanger, manchmal auch unerträglich hoffnungslos nass.

es sind Gerüche, die eigentlich nicht zu beschreiben sind, aber erinnern. Gerüche, die sich fest eingemauert haben. und ich erkenne jeden Winter, der ankommen mag, sofort am Geruch. es ist diese bizarre beinahe hoffnungslose Kälte, die mit den Flocken kommt, die vorher kommt, die ankündigt. Winter ist so so so schön. und so voller Erinnerungen, beinahe mehr noch als der Sommer. weil wir uns aneinander kuscheln. weil wir Schneeflocken zählen und aufgeben, weil die Finger kalt werden und die Füße irgendwann nass. weil wir froh sind, ein schützendes, ein warmes Haus zu haben. weil wir froh sind, in diesem Haus den Geruch nach Apfelmus, Zimt und Kartoffelpuffern zu riechen.
weil kleine Kinder große Kinder werden. scheinbar über Nacht. sich über Geschenke freuen, die alle hier gemeinsam gebastelt haben.
dann stehen weiße Tulpen auf dem Tisch. für mich und für unser jüngstes Kind.

und auch, wenn die Flocken nur tanzen und nicht liegen bleiben (zumindest bei uns), ist der Winter doch eine herrliche Zeit.

@holunderblüten @fräuleinordnung @karminrot
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Montag, 9. Januar 2017

#mondayrecipe {Zitronenparfait}

der Geschmack der Zitrone - ich kann ihn derzeit einfach nicht genug bekommen. frische Tees, Kuchen oder eben Parfaits. so unendlich lecker! zum Kaffee und auch weil ja heute wieder Schulstart ist, habe ich mir ein Zitronenparfait gemacht. nom nom. ich bin noch immer ganz begeistert. das Rezept ist von hier 

( da ich nun gehört habe, dass der Link nicht einwandfrei funktioniert - bei manchen - schreibe ich einfach auf, wie ich es gemacht habe. für ca. 3 Portionen, ca. 20 min Vorbereitungszeit, ca. 2 h ins Tiefkühlfach

die Zutaten (alle Bio oder Fairtrade):

  • zwei Zitronen
  • 1 EL Rosenwasser 
  • 1 Eigelb
  • 1 Eiweiß
  • ein Fingerspitze Salz
  • 1 EL Rohrohrzucker
  • 1/2 Päckchen H-Sahne 
und so geht's: 
  • die zwei Zitronen vierteln und das Fruchtfleisch herauslösen
  • den Saft und das Fruchtfleisch in einer Schüssel aufbewahren
  • eine neue Schüssel nehmen, das Eigelb hineingeben, mit Rosenwasser und dem aufgefangenen Zitronensaft (ohne Fleisch) vermengen bis die Flüssigkeit heller wird
  • das Eiweiß mit dem Salz steif schlagen
  • die Sahne steif schlagen, den Zucker drunter geben
  • nun die Eiweiß und die Sahnemasse mit der Eigelbmasse vermischen
  • die entstandene Masse in eine Kühlform ins Gefrierfach stellen
  • auch die Zitronenschalen ins Gefrierfach stellen, wer mag, kann diese später nehmen, um das Parfait schon anzurichten
  • vor dem Servieren das Karamell (siehe unten) herstellen. das Parfait auf den Zitronenschalen präsentieren und mit Karamell überziehen.... UND GENIEßEN!!)


ich habe mich fast 1 zu 1 dran gehalten, allerdings habe ich als Abschluss noch feines Karamell darüber gegeben. für das Karamell habe ich Zucker in Rosenwasser aufgelöst und unter Rühren zum Köcheln gebracht. ein wenig Butter dazu und fertig ist der leckere - ich gebe zu fettige und kalorienreiche - Nachtisch. der einfach super super super lecker ist!

@creadienstag +Petra Scheidt (@limeslounge)

Samstag, 7. Januar 2017

#Wochenende {Winter}

jetzt ist er da. der Winter. vollkommen. der Fluss, der in der Nähe des Hauses fließt, wird leiser. das Knirschen unter den Füßen lauter. die Stille um einen herum ist so überwältigend, dass man ganz von selbst zu flüstern beginnt. es ist, als hätte sich ein großer schwerer Kokon über uns gelegt, der uns einschlafen lässt, erinnert, dass wir Teil der Natur sind. Termine werden vergessen, weil das Sofa so kuschelig ist.
eine Kerze auf dem Küchentisch reicht, um sich über einen Granatapfel zu freuen.
kräftiger Schwarztee dazu. es braucht nicht viel im Winter - Wärme - vor allem, in allen Formen. menschliche Wärme, kleine Hände, kleine Arme, die mich drücken. große Hände, die sich freuen, Augen, die lächeln.
Winter! später werden wir an den Fluss gehen und sehen, wie er langsam zu friert, zu schlafen beginnt, mitten im Lauf. geräuchert haben wir, wie Nicole, und werden es morgen wieder tun.

@fräuleinordnung @karminrot 



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Freitag, 6. Januar 2017

#basteln {Sternsinger}

heute ist der 6.01. heute ist Dreikönigstag. in Frankreich gibt es Dreikönigskuchen, in Schweden fliegen die Tannenbäume, in Spanien gibt es Gemeinden, in denen Olentzero erscheint und Gutes verkündet und in manchen orthodoxen Gemeinden gibt es Geschenke. In Deutschland aber kommen die drei Könige. eine Tradition, die auf das 14. Jahrhundert zurück geht.
bei uns kommen morgen die Sternsinger. unsere Kinder laufen mit, singen, sammeln Geld, wollen helfen. sie gehen von Tür zu Tür, freuen sich über Geschenke und über lächelnde Gesichter, die Anteil nehmen und sie willkommen heißen. wir basteln deshalb schon seit gestern die Tüten für die Sternsinger, die wir all jenen Kindern mitgeben, die morgen hier klingeln werden - als Könige verkleidet, singend, den Segen für das Haus aussprechend.

die Tüten sind aus einfachen Schulschreibpapier, von unseren Kindern bemalt. wir befüllen sie mit Süßigkeiten. muss man aber nicht! manche schenken auch kleine Origamitiere und Bleistifte oder Plätzchen....

ich mag den Dreikönigstag. nicht weil ich katholisch wäre, sondern weil er etwas repräsentiert, das ich sehr mag. aneinander Denken, füreinander da sein. egal welche Kultur, egal welche Hautfarbe, egal welche Religion - zusammen kommen und auch zusammen sein. offen sein, zuhören, auch helfen, tolerant sein und auch nachdenklich.

@naturkinder

Dienstag, 3. Januar 2017

#lovelife {alles ruhig}


ich mag die Zeit nach dem ersten Schnee so so sehr! gestern hat es den ganzen Tag geschneit. am Fenster klebten die Kinder mit ihren kleinen Nasen und schon bald waren die warmen Sachen aus den untersten Schubladen gezogen, angezogen und raus waren sie. und draußen blieben sie. versuchten mit den Zungen den Schnee zu fangen, der tapfer vom Himmel fiel, erwischten eine oder zwei Schneeflocken, bauten viele kleine und große Schneemänner, versuchten den Hang zum Schlittenfahren zu nutzen. und auch wenn es nur zwei Meter waren, es waren zwei und die zählten! das Gequietsche und Gelache ausgelassener Kinder im Schnee ist das feinste auf der Welt.

ich sauge sie ein - diese Momente der Freude, der Ruhe. Winter in aller Pracht. Schnee, der alles leiser macht, ruhiger und mitunter auch ausgeglichener.