Mittwoch, 30. September 2015

Mittwoch - love life - wenn ich mal groß bin


Wenn ich mal groß bin, dann werde ich ---- nun ja. Dieser Satz war immer so voller Hoffnung. Meine Güte, ich wollte mal Astronaut werden oder Rennfahrer oder Feuerwehrmann. Und immer, wenn ich gesagt habe, ich werde mal... kam prompt als Antwort: du kannst alles werden, was du willst.

Nun, 30 Jahre und 5 Kinder später, weiß ich: ich kann es eben nicht. Nicht werden, was ich will. Astronaut? Nö, zu klein und nun ja, zu alt, denn ich müsste umsonst mitfliegen müssen und Versuchsaffen schicken sie nicht mehr hoch .. nur noch mini kleine Satelliten. Feuerwehrmann.. ich bin eine Frau und mit Feuer habe ich nichts mehr am Hut. Rennfahrer... ich bin die falsche Frau dafür.  Zu klein, zu braune Haare, zu dick.... zu unsportlich, zu vorsichtig, zu wenig Cora Schuhmacher oder so. Also, was bleibt übrig?? Oh, ich weiß: ich werde Intellektuelle! Dafür muss ich  nur auf die Uni gehen und richtig gebildet werden. Nein, das funktioniert auch nicht. Das habe ich schon hinter mir und das hat auch nicht geklappt. Zu wenig Ambitionen, zu wenig Biss... ach ja, ich klinge wie ein richtiger Loser, wenn ich so über die Zeilen fliege.

Was antworte ich also meinen Kindern, wenn sie sagen: ich werde...
die Wahrheit?? Gott bewahre. Eines meiner Kinder möchte gerne Supersportler werden. Wie um Himmels Willen soll das gehen? Sie möchte bei Olympia mitmachen - aber sie weiß noch nicht mal einen Sport, der sie interessieren könnte und der auch machbar ist. Schwimmen geht nicht, der Schwimmverein ist voll - wir warten auf Aufnahme und hier gibt es nur einen. Kunstturnen geht nicht, dazu müsste sie eine Aufnahmeprüfung machen. Einen Verein für Leichtathletik gibt es im Ort nicht. Dafür aber Volleyball, wofür das Kind zu klein ist. Fussball - das ginge. Aber es gibt keine Mädchenmannschaft und mit den Jungs trainieren ist nicht ihr Ding - kann ich verstehen. Vielleicht führen die ja bei Olympia irgendwann mal Wandern ein. Da sind wir spitze drin. Oder Wettschaukeln - geht auch. Ich nehme auch "die Rutsche hoch und runter klettern" oder wie ist es mit "auf Kommando weinen"?

Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass irgendwann eine Sportart kommt, die meine Tochter ausfüllen kann. Deshalb sage ich immer: du kannst alles werden, was du willst, wenn du groß bist. Vergiss nur deine Träume nicht! Denn auch wenn sie sich nicht erfüllen, sind sie dafür da, um dir Flügel zu geben und manchmal kann man mit ihnen sogar fliegen!

Dienstag, 29. September 2015

creadienstag - Pilz Poster

Das Wochenende hatte neben strahlendem Sonnenschein auch noch eine fantastische Überraschung für uns - ein Hexenring aus Schirmpilzen. Viel zu schön, um essbare Exemplare herauszuschneiden. Aber perfekt, um sich inspirieren zu lassen. Für Herbstdeko, für Herbstposter, für Postkarten, für Tonarbeiten, für Malwerkstätten....

Ich habe ja schon einmal erzählt, wie ich Poster selbermache. Und auch in diesem Fall ist es denkbar einfach, ein Herbstposter selber zumachen. Alles, was ich brauche, ist fester Karton - am liebsten in silbern, helle Pastellfarben für die Flächen und einen Plakatstift für die Umrisse.

Dann male ich die Umrisse des Pilzes auf den Karton, schraffiere die Flächen und schon ist das Poster fertig. Wie so oft, habe ich sehr schnell Gesellschaft von wuselnden kleinen Händen, die auch anfangen, Poster zu gestalten, schöner und besser als ich eines jemals malen könnte. Da entstehen Fantasiepilze in giftgrün oder dunkellila, eckige Pilzköpfe auf orangenen Wiesen... derweil hänge ich mein "langweiliges" Exemplar an die Wand - auf den Jahreszeitentisch kommen die Bilder der Kinder...

verlinkt mit creadienstag

Montag, 28. September 2015

Montag auf dem Tisch: Kürbiskuchen


Was könnte besser zum Herbst passen als Kürbiskuchen?? Genau: fast nichts! Gut, der Kürbiskuchen ist nicht für jeden Geschmack das richtige. Aber ich muss zugeben, ich finde Kürbiskuchen ganz lecker. Mit Hokkaido Kürbis wird er auch noch würzig, perfekt für den kalten Abend und eine Tasse warmen Tee.

Deshalb kommt bei mir heute Kürbiskuchen auf den Tisch und für euch gibt es mein #Rezept.

die Zutaten:


  • 200 g Mehl
  • 1/2 Pck. Backpulver
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 1/2 kleiner Hokkaido Kürbis
  • 150 g Zucker oder 70 g Honig
  • 150 ml Speiseöl
  • 2 Eier (Gr.M)

ans Backen: 


den Hokkaido schälen und kleinraspeln. Die anderen Zutaten dazugeben. verrühren. In eine kleine Springform geben und bei 180 Grad für 60 min in den Backofen. Schlagsahne und Tee dazu servieren. Und schon wird es schön warm im Bäuchlein. 


Sonntag, 27. September 2015

39/52

a portrait of my youngest child once a week every week in 2015
being part of the family means sitting on the table, painting, looking around. she loves to sit on the crafting table, a pen in her hand, painting little circles.

verlinkt mit Jodi

Samstag, 26. September 2015

Wochenrückblick

Und schon wieder ist eine Woche rum. Wir haben viel Aufregung gehabt. Neben der Sonne, die so recht keine Lust auf Hausaufgaben machte, sondern auf Rausgehen, auf Laufen und Spielen an der frischen Luft, beginnt jetzt die Zeit der Elternabende. An einem Abend lagen sogar zwei Elternabende gleichzeitig, beide ab 20.00 Uhr. Da mussten wir uns schon entscheiden, gehen wir lieber zum einen oder zum anderen. Verrückter Schulanfang.
Da hilft nur Kuchen und der kam im Großpaket als Lieferung aus Leipzig - LECKER! DANKE!!! Und noch mehr Post kam - analog. Bin ich ja gar nicht mehr gewohnt. In Zeiten, da sogar Rechnungen nur noch per Mail kommen, bekam ich einen Brief - Herbstpost um genau zu sein - von Nicole! DANKE!!! Sobald die Elternabende vorbei sind, revanchiere ich mich! Versprochen! beides hat mich sehr glücklich gemacht!

Im Kinderzimmer wohnt jetzt ein neues Mobile über einem der Kinderbetten. Ich habe es nach dem Freitagsbasteln Mobile gefertigt und es schwebt an der Wand für die feinsten Träume...
Als Blumenpracht für das Mobile über dem Küchentisch habe ich mich heute für eine kleine Kräutermischung entschieden. Liebe Helga für dich Taunesseln, Hagebutte und etwas feines kleines Gelbes (dessen Namen ich schon wieder vergessen habe - ich schiebe es auf den Stress) auf meinem Esstisch in kleiner Glasvase vom Flohmarkt!
Heute habe ich ausnahmsweise noch eine Impression vom Esstisch mit dem jüngsten Kind...
für Gudrun ein Bild von meiner Orchidee, die jetzt blüht, die eigentlich mal nicht meine Blume war, aber geworden ist und erstaunlicherweise anstatt qualvoll zu verenden, hier ein neues zu Hause gefunden hat. Glück in kleinen, aber wirkungsvollen Dosen...

verlinkt mit Fräulein Ordnung und Holunderblütchen


Freitag, 25. September 2015

Freitagsbasteln - noch einmal davon fliegen bitte

Die Sonne lockt momentan mit ihren Altweibersommerstrahlen nach draußen. Dann erobern wir den Spielplatz, denken uns, es wäre doch noch Sommer. Nicht mehr so heiß zwar, aber noch immer warm. Bis der Abend hereinzieht, der Nebel aufzieht und wir wieder ins Haus huschen, weil es kalt wird. 
So wie wir müssen aber unlängst auch ein paar Ballonfahrer gedacht haben, denn wir haben welche gesehen. Die letzten schönen Tage nutzen. Noch einmal auf und davon - einfach entfliegen. Ich sehe von unten aus zu, fliege in Gedanken hinterher. Was muss das reisen für schwindelfreie Menschen dort oben schön sein. Also hole ich mir für dieses Freitagsbasteln die Ballons ins Haus und zeige euch heute, wie ich ein einfaches, aber schönes Ballon Mobile selber bastle - übrigens ist diese Bastelanleitung geradezu prädestiniert für Kinder ab Ende Kindergarten. Das Gestalten der Ballons macht ihnen soviel Spaß, es ist die reine Freude! 

ihr braucht:


  • bunten Karton
  • Schere
  • Filzstifte
  • Stoffreste
  • Kleber
  • Zwirn/Nadel zum Aufhängen
  • meine Schablone 
  • Äste vom Baum

an's Basteln:


fertigt zunächst eine Schablone - gerne aus meiner Vorlage - in verschiedenen Größen. So wirkt das Mobile hinterher lebendiger. Übertragt die Schablone auf bunten Karton. 3 Mal für einen Ballon. Ich habe unterschiedliche Farben für einen Ballon benutzt, um das Ganze plastischer zu machen. Bevor ihr sie aneinander klebt, könnt ihr die Ballons gestalten - mit Stoff zum Beispiel Wimpelketten basteln oder den Korb mit bunten Stiften anmalen. Jetzt drei Ballons ineinander kleben. Nadel und Faden benutzen, um den Ballon aufzuhängen. Äste vom Baum zu einem Kranz binden, Ballons dran hängen und schon kann die Reise losgehen.
verlinkt mit freutag, naturkindern

Mittwoch, 23. September 2015

mal ganz nah ran - love life Mittwoch


Alltag mit Kindern ist aufregend, nervenaufreibend, zeitausfüllend und von außen betrachtet irgendwie verbesserungswürdig. Ich habe ja schon einmal darüber geschrieben, wie gut immer alle Bescheid wissen, wenn es um Kinder und Erziehung geht. Gerne kritisieren auch Männer und Frauen ohne Kinder. Dann hört man auch schon mal so Sprüche wie: mein Hund hatte auch mal so eine Phase, wollte nie hören. Da muss man einfach konsequent bleiben, der muss einfach wissen, wer der Chef im Hause ist...

ja, schön, dass wir darüber gesprochen haben.

Dann gab es neulich auf Facebook so einen like von Mum Magazin - ja der Zeitschrift - zu einer Fotoreihe einer Dame im europäischen Parlament. Sie sitzt da nach Angaben von Facebook seit zwei Jahren und hat immer ihr Baby, Kleinkind und Kindergartenkind dabei. Auf dem Schoß, schön brav, während Mutti ihrer Arbeit nach geht. Darunter die Aussage: es gibt immer einen Weg, um Familie und Beruft unter einen Hut zu bringen...

ganz sicher, den gibt es, nur läuft der mit Sicherheit nicht so. Und ist es nicht unsagbar unfair uns "normalen" Frauen gegenüber solche Fotos zu zeigen? Das Kind im Arm und später auf dem Schoss der sehr gut aussehenden Dame regt sich nicht ein bisschen. Welches Kind macht das?? Wenn ich versuche, einen Artikel zu schreiben, tippt das jüngste Kind munter auf dem Computer rum und die anderen quasseln dazwischen - eines sind sie aber alle nicht: still sitzend und leise! (Aber ich bin ja auch nur normal).

Hat dein Kind ne Grippe und ist am Tag vorher für 5 Minuten mützenlos und am besten noch mit einer Packung Chips über den Spielplatz gerannt, ist klar, woran das Kind erkrankt ist. Von Inkubation oder so will ja dann auch keiner mehr was wissen... woher kommen unsere festgefahrenen Urteile?

Alleinerziehende können nur arm, lesbische Eltern nur seltsam, berufstätige Mütter, die mehr als 15 Stunden arbeiten gehen vernachlässigen, Kinder, die unter 3 was Süßes bekommen können nur auffällig... (ist klar,worauf ich hinaus will)

Wenn ich ganz nah ran gehe - an Familie, an mich. Dann sehe ich Risse und Widersprüche in der Erziehung, im Leben, in den Idealen. Ich erziehe heute ganz anders als vor 10 Jahren. In manchen Dingen bin ich entspannter, in anderen hysterischer. Und ist es nicht genau das, was Leben ausmacht?  Neudefinieren, den Gegebenheiten anpassen, kümmern, wachsam sein, nicht übermutteln, aber sich selbst auch  nicht aus den Augen verlieren als Mensch, als Frau und eigenständige Person!

Mein Alltag mit Kindern ist nervenaufreibend, anstrengend, aber auch kreativ, immer wieder neu, immer wieder voller fantastischer Momente. Und an manchen Tagen bestehen meine Pausen tatsächlich nur im Stehen auf dem Spielplatz - eine Tasse Kaffee in der Hand, immer auf dem Sprung ein Kind zu retten - vom zu hohen Turm, der zu schnellen Schaukel oder dem Rad, das von hinten angebraust kommt. Und wenn ich mich so mit anderen Müttern unterhalte, stelle ich fest: wir alle haben Brüche, wir alle machen Fehler und vieles, vieles richtig und wir alle brauchen keine Vorurteile, sollten deshalb unsere auch mal endlich ablegen. Eine Chipstüte kann sicher nicht das Vollkornbrot ersetzen, aber sie kann eine halbe Stunde Pause eröffnen zum Durchatmen und Kraft gewinnen.

Dienstag, 22. September 2015

memory up cycling creadienstag


Wir haben in der Küche weiße Fliesen. Ich mag die. Sie sind ein bisschen wie eine Leinwand. Man kann immer mal was neues drauf machen oder sie weiß lassen, wenn man gerade eine weiße Phase hat.

Neulich hab ich mal wieder den Spieleschrank der Kinder aufgeräumt und Spiele, die nur noch in Bruchstücken vorhanden waren aussortiert. Dabei war auch dieses wunderschöne Memory Spiel gestaltet von Sybille Hein. Und das war mir ehrlich zu schade zum Wegschmeißen.

Ab an die Wand mit den schönen Kärtchen. So gehen sie nicht verloren und ich hab noch ein wenig Zeit, mir auszudenken, was ich mit ihnen dauerhaft anstellen werde. Jetzt aber kleben sie mit einfachen Klebestreifen am weißen Fliesenspiegel in der Küche und prägen ein völlig neues Bild. Weniger weiß - mehr verspielt eben. ...

und lustiger weise gesellen sich seit neuestem immer die gleichen zwei kleinen Spielerinnen an die Wand und drehen um, decken auf, schauen nach und sortieren neu... mal sehen, wie lange der Klebestreifen das noch mitmacht?!

verlinkt mit creadienstag

Montag, 21. September 2015

monday on my table: Apfelkuchen mit süßem Mürbeteig! so extra yammy und extra schnell gebacken

Die ersten Äpfel sind reif. Klar, dass es heute auf meinem Blog als Montags Rezept Apfelkuchen geben muss. Apfelkuchen mit süßem Mürbeteig und Streuseln um genau zu sein. Super simpel zu backen und deshalb auch ein prima Rezept für alle Backanfänger oder auch Kinder! (gut, beim Schälen der Äpfel muss ein Erwachsener zumindest zu Seite stehen)

Während Mutti also Radio hört, die Äpfel klein schneidet, kann das Kind oder die Kinder an das Bereiten des Teiges geben. Denn ein süßer Mürbeteig ist so ziemlich das einfachste Rezept in der Backwelt und gelingt - nun ja - immer.


die Zutaten:


  • 300 g Mehl
  • 200 g Margarine
  • 1 Ei (Größe M)
  • 200 g Zucker
(dieses Rezept für süßen Mürbeteig unterscheidet sich von den Brombeermürbchen, da es sich hier um einen Boden für Kuchen handelt)

ans Backen:


alle Zutaten zusammenrühren und in den Kühlschrank für mindestens 20 Minuten. Danach den Trug aus dem Kühlschrank nehmen, 2/3 des Teiges ausrollen, auf eine Backform legen. 

Jetzt komme ich mit dem Äpfeln. Denn für den Belag braucht ihr noch weitere Zutaten:
  • ca 1 kg Äpfel
  • Sahne
  • Zimt/Zucker
Auf den ausgerollten Teigboden streue ich zunächst Zimt und Zucker. Danach gebe ich noch ein wenig Sahne drüber. Die Äpfel verteilen und zu guter Letzt das restliche Drittel des süßen Mürbeteiges als Streusel auf die Äpfel geben. Bei 180 Grad für ca. 30 - 40 Minuten in den Backofen. Fertig.

Sonntag, 20. September 2015

38/52

a portrait of my youngest child once a week every week in 2015


our morning walk - monday till sunday 8 am. I love this ritual. time to see and feel the youngest of my girls. Today I noticed her walk - straight up, ready to run. she grows so fast!

verlinkt mit Jodi

Samstag, 19. September 2015

Wochenglück und Samstagskaffee

Ein Wetter ist das! Ganz nach meinem Geschmack. Nicht zu warm, nicht zu kalt. Sonne und auch wieder Regen. Die Pilze schießen und ich habe die beste Ausrede überhaupt, den Morgenspaziergang in den nahen Wald zu verlegen - Pilze sammeln. ... obwohl das Wandern ja auch an sich eine prima Ausrede für das Spazieren im Wald ist! (siehe dazu Caro von den Naturkindern) und sonst?
Wir hatten Geburtstag! Was für ein Tag!

und ich habe beim Spaziergang durch die Stadt mit den beiden jüngsten Kindern meinen Herbstlieblingstee wieder entdeckt! Karl Heinz ist wieder da und ich muss meinen Jahresvorrat auffüllen!

meine Erika durfte gestern noch an die frische Luft und ist von 1/3 ihrer Pflanze vom jüngsten Kind befreit worden.... sie liebt es einfach - das Blumenpflücken.. nun ja. Deshalb mein Beitrag für Helga ganz schlicht: Erika in einfacher Vase. Sieht aber auf unserem rustikalen Esstisch richtig chic aus!
so, und weil gestern für die urbanjunglebloggers mein Freitagsbasteln ausgefallen ist, reiche ich das mal schnell noch nach. Zu basteln gab es nämlich auf dem Kindergeburtstag die entzückenden kleinen Haargummis mit Filzwolke.

und das braucht ihr:

  • Haargummi
  • dünnen weißen oder hellblauen Filz
  • schwarze Plakatfarbe
  • Bleistift
  • Nadel und Faden oder Heißklebepistole
und so geht's:

schneidet zuerst die Form der Wolken aus dem Filz - immer zweimal. Näht zunächst die erste Wolke an das Haargummi. Bemalt in der Zwischenzeit das Pendant mit der Plakatfarbe. Nehmt dazu die Spitze des Bleistifts als Hilfe. So nun noch beide Hälften aufeinander kleben oder nähen. Fertig!


meinen Kaffee reiche ich heute mal bei Andrea ein... und euere Woche? 



Freitag, 18. September 2015

#Urbanjunglebloggers - plants & art

In meinen Studientagen der Kunstgeschichte habe ich viele, viele Gemälde gesehen. Keines hatte eine Zimmerpflanze! Viele hatten Pflanzen. Getreide, Orangenbäumchen oder einfach Schnittblumen. Mit der jüngeren Geschichte der Kunst kamen die Zimmerpflanzen - besonders im Bereich Design. (Ich persönlich betrachte diese Entwicklung als Zeichen unserer Gesellschaft. Weg von den Notwendigkeiten, die unseren Alltag - den Alltag aller Menschen von jeher bestimmte - nämlich Nahrung zu beschaffen - hin zu einer Kultur der Kultur wegen.) 

Mein grüner Daumen ist eher bescheiden. Ich habe ein paar Evergreens, die mir den Gefallen tun, sich zu entwickeln, zu grünen und sogar zu blühen ohne dass ich viel tun muss. Und ich habe Bilder an der Wand. Wie zum Beispiel diesen Runge hier:

Die Hülsenbeckchen Kinder 1805/1806 als Kunstdruck (verlinkt zu cicero
Ein Sinnbild meines Haushaltes. Die großen Kinder, die das kleine Kind im Karren schieben, draußen spielend, ins Spiel vertieft. Dahinter der Zaun, der zum Haus führt und die Verbindung zur Gruppe schafft. Am liebsten sind mir die Sonnenblumen, die für Leben stehen, deren Knospen verkünden, was Hoffnung ist. Drei Blumen sind schon offen, drei Kinder spielen, andere werden folgen. 

Vor diesem Bild arrangiere ich immer wieder neue Pflanzen, in der Hoffnung sie mögen ebenso viele Knospen tragen oder blühen. Und manchmal gelingt es auch. 

Im Gegensatz dazu steht das Winterbild - eine alte Rolltafel von 1904 - für wenig blühendes Leben. 

Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Kinder spielen im kalten Winter auf der Straße. Sie sind gehüllt in einfache, wenn auch wollene Kleidung.  Ein Mädchen trägt sogar statt einer Jacke eine Decke. Die Erwachsenen dreschen das Stroh in der Scheune... alles harte Arbeit, hartes Leben. Und doch kann man in einem Fenster einen beleuchteten Tannenbaum erkennen (eine erste Form der Zimmerpflanze?). Vor diesem Bild habe ich nur für #urbanjunglebloggers eine gerade aufgeblühte Orchidee gestellt. Als Kontrast  und als Erinnerung, dass nach jedem Winter der Frühling kommt.

Die gleiche Orchidee wird selbst zur Kunst, wenn ich sie anders arrangiere und fotografiere - auf der Fensterbank, bei anderem Licht und auf einer einfachen Unterlage.
Das gleiche Spiel findet in der Küche statt. Hier wechsele ich oft die Pflanzen, werden aus Petersilie und Majoran gerne auch mal Herbstfreude und winterharte Erikas, bevor sie nach draußen müssen. Sie gefallen mir besonders gut vor der Fotowand schwarz/weißer Bilder, die mit analoger Kamera geschossen wurden. 

Zu guter Letzt meines kleinen Rundgangs möchte ich noch kurz meine Avocado zeigen.
Ich habe sie selbst gezogen vor über 10 Jahren. Sie grünt immer noch. Hat jede Durststrecke genommen.
Deshalb habe ich ein ganz besonderes Bild zu ihr arrangiert. Es ist ein Selbstportrait einer meiner Töchter als sie drei war. Ich finde Avocado und Bild passen hervorragen zusammen. Beide sind wunderschön und einzigartig.

verlinkt mit #urbanjunglebloggers plants&art