Sonntag, 31. Mai 2015

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Da hat die liebe Ulli von hej Hanse aber was angestellt. Ihre bestickten Körbchen haben Suchtcharakter! Einige Ideen zu diesem Thema werde ich deswegen in der kommenden Woche auch hier auf meinem Blog präsentieren.
und sonst?

Fuchsien und Kinder sind eine perfekte Kombination. Wie man Kinder leicht zum Gärtnern bringt und ihnen bei der Gelegenheit auch mal sagen darf, pflück ruhig, werde ich am Freitag zeigen.
was noch?

Nur noch ein Ei im Haus, aber Besuch steht an: dann wird es Zeit für einen feinen Hefekuchen! Mit Stachelbeeren. Die sind reif und waren immer schon die guten Dinge! Also freut euch auf den Montag! Wir lesen uns!

22/52


my baby has been sick the last week - poor child. never left my side for a moment. needed so much comfort - I sure gave her. 

a portrait of my youngest child  - once a week every week. joining Jodies lovely 52 project.



Samstag, 30. Mai 2015

Wochenglück


Federball - der neue Trendsport! Diese Woche haben wir die Federballschläger aus dem Keller gekramt und wenn ich sage gekramt, dann meine ich gekramt. Und dann haben wir gespielt, was ich in meiner Kindheit in jedem Sommer gespielt habe. Mit Leidenschaft. Kaum ein Ballwechsel kam zu Beginn zustande. Kaum einer konnte einen Aufschlag so, dass der Federball tatsächlich zum Mitspieler trudelte. Aber irgendwann war der Knoten geplatzt und der Ball flog hin und her, Mutter und Kinder rannten hin und her. Ein Kind war immer Ballmädchen, wenn zwei andere spielten. Herrlich.


Was uns dazwischen kam, war der Regen. Ja der Regen war Schuld, dass ich endlich meinen Salat in die lange schon vorbereitete Badewanne sähen konnte.


Der Regen war Schuld, dass wir endlich, endlich die Fuchsien vermehren konnten. (Fuchsien lassen sich ja so herrlich simpel vermehren. Genau das Richtige für kleine Gärtner, die es lieben, die Blüten aufzuknitschen!)


Wir waren Spazieren und haben endlich Wiesen-Kerbel gefunden. Ich mag ihn ja sehr gerne. In seiner wilden Schönheit ist er nur noch von der Kornblume zu überbieten. Die blüht aber leider noch nicht.


Dafür aber haben die Schnecken keinen Gefallen an meinen gesäten Brunnenkressesamen. Und das macht mich sehr glücklich. Schließlich möchte ich auch irgendwann mal einen kleinen feinen Wildblumengarten mein Eigen nennen.


Und eure Woche??

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Freitag, 29. Mai 2015

Freitagsbasteln und Freitagsblume


Schön, wenn man am Freitag zwei Dinge zusammen bringen kann: das Basteln  und die Blume.


Wir waren nämlich unterwegs. Mit dem Kinderwagen, den Rollern oder auch zu Fuß - ich. Wir sind um die Wette gerannt. Ich mit dem Kinderwagen hinter den Rollerkindern her. Was haben wir alle gelacht. Das Baby - das keines mehr ist - am meisten. Sie konnte nicht genug bekommen.


Aber meine Lunge, meine Fitness. Ich gestehe, das war mal besser.
Mit Keuschen kam ich zum Stehen und sagte: ich kann nicht mehr.
Blickte um mich und sah ihn:

den Wiesen-Kerbel.  


Der Wiesen-Kerbel sieht aus wie die wilde Möhre - auf den ersten Blick. Aber auch wie der giftige Schierling. Deshalb Obacht. Wer sich auskennt, kann den Wiesen-Kerbel für leckeren Quark verwenden.

Aber ich mach mir nicht soviel aus seinem herben Geschmack. Eher aus seinem Aussehen. Ist er nicht wunder, wunderschön?! Der Wiesen-Kerbel ist eine Wildblume ganz nach meinem Geschmack. Fliederhaft ragen die Blüten in den Himmel, dabei sind die Blütenstände so zart, das junge Grün so satt. Deshalb habe ich ihn auch in einen neue Vase getan.

Eine Vase so fröhlich und farbenfroh, beinahe frühlingshaft wie der Wiesen-Kerbel. Eine alte Keimöl Flasche habe ich mit 3 cm breiten Stoffrest Streifen umklebt. Für das Umkleben reicht normaler Heißkleber.

Ich liebe diese frische Kombination aus upcycling DIY und frischen Wildblumen. So kommt der Frühling ins Haus und ich habe zwei Dinge zusammen gebracht: das Basteln und die Blume.

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Donnerstag, 28. Mai 2015

LESEN!


Kategorie heute: Bilderbücher für Kleinkinder


Zugegeben Kleinkinder können noch nicht lesen. Und möglicherweise ist das Ausräumen des Küchenschrankes interessanter als ein Pappbilderbuch. Aber, was passiert, wenn im Küchenschrank ein Pappbilderbuch auf den kleinen Entdecker wartet?

Nicht viel?! Nun, das sehe ich anders.

Meiner Erfahrung nach, muss das Buch zum Kind kommen. Umgekehrt wird das nichts. Umgekehrt sind Bücher Deko und werden nach Farben im Regal sortiert! Jedoch denke ich, dass Bücher von Anfang an als Ding mit Inhalt zu begreifen sein sollten und nicht als Deko-objekt.

(Weil Bücher eben doch bereichern. Auch wenn das Kleinkind gern zum Stift greift und die wertvollen Seiten des Buches mit eigener Kunst zu verschönern sucht. Es ist ein Anfang. Über den ihr in den Jahren, da euer kleiner Künstler groß geworden ist, möglicherweise sogar mit Demut schmunzeln werdet.)

Aber zurück zum Buch. Ich habe ein Buch gekauft. Schon lange her. Eigentlich für das fast kleinste Kind. Weil sie sich verliebt hatte. In das Buch, in die Haptik, in die Optik. Ein kleiner Schatz aus reinem Recycling Papier. Mit wundervollen Illustrationen, zum Schnellbegreifen. Ganz wie ich Kinderbücher für Kleinkinder liebe. Nicht quitschbunt.

Mein kleiner Garten von Katrin Wiehle




ist ein bezauberndes Kleinod für Kleinkinder. Thematisch aufgebaut, geht es ab in den Garten. Mit Igel, Maus und Spatz folgen die Kinder dem Leben in einem zugegebenermaßen Ökogarten. Völlig ruhig, völlig einfach. So wie Leben eben auch ist. Einfach und sehr oft, sehr ruhig. Sonst sieht man die Mäuse nämlich nicht und man hört die Vögel nicht, die über den Garten fliegen, in ihm und von ihm leben. Aber wenn Kinder leise sind und beobachten...

Ich mag das Buch sehr. Weil es unaufdringlich ist. Mit Botschaft aber ohne erhobenen Zeigefinger. Aus festen Karton gemacht mit viel Platz für die eigenen Linien der ganz Kleinen. Die Altersempfehlung ab 3 Jahre ist in diesem Fall obsolet. Ich empfehle das Buch ab einem Jahr aufwärts.

Katrin Wiehle

Mein kleiner Garten: 100 % Naturbuch - Vierfarbiges Papp-Bilderbuch.

Pappbuch

16 Seiten

ISBN:978-3-407794970






Erschienen:2014




Mittwoch, 27. Mai 2015

Mittwoch - love life


Vom Leben in der Großfamilie

Lebe ich tatsächlich schon in einer Großfamilie? Ich denke schon. 5 Kinder, Mama und Papa sind 7 Personen, die aktiv in diesem Haushalt leben. Macht an Sonn- und Feiertagen 21 Haupt- und 14 Zwischenmahlzeiten. 35 Essen!

Ich hab mal in einem kleinen entzückenden Trierer Café gearbeitet  - das Momo. Im Schnitt hatte ich da auch bis zu 30 Essen. Plus Gedanken machen: was soll es denn heute geben. Kinder sind da nämlich ganz ähnlich wie Cafégäste.... alle wollen immer was besonderes.

Neulich kam mein Mann in die Küche, als ich gerade dabei war das Abendbrot zu kochen. "Zweimal Baguette, zweimal das Tagesmenü" und grinste. Aha dachte ich, jetzt ist es offiziell, ich arbeite in einer Großküche und nicht in einer Familienküche - oder in einer Familienküche einer Großfamilie oder wie soll man das nennen? Bitte nicht Familienmanagerin!

Aber kennt ihr das:
Wo sind meine Socken!
Hast du meine Hausaufgaben gesehen??
Mama, ich brauch noch 15 Euro für den Schulausflug.
Wieso hast du meine Lieblingssüßigkeiten nicht gekauft?
und wenn jemand mal zu Besuch kommt: Wieso müssen wir jetzt aufräumen...? (ich will ja nichts sagen, aber ich habe auch schon oft von Gästen gehört: könntest aber ruhig auch mal wieder putzen oder mindestens  die Fenster säubern)

35 Essen - wenn ich an die Kasse im Supermarkt gehe, stöhnt alles hinter mir.  Und es wird sofort eine zweite Kasse geöffnet. Dabei dauert mein Einkauf auch nicht länger als der von der Oma vor mir, die Schwierigkeiten hat, den Cent aus dem Portemonnaie zu fummeln.

Ja, ich denke, ich lebe in einer Großfamilie. Deswegen darf es bei uns ein wenig lauter sein, ein wenig weniger sauber, ein wenig öfter die Wäsche auf der Leine und manchmal finde ich eine Bestellung zum Abendbrot sogar sehr sehr komisch!

Dienstag, 26. Mai 2015

Windspiel #DIY


Immer den Sommer fest im Blick habe ich mich an das Dekorieren unseres Outdoor Wohnzimmers gemacht -unserer Terrasse.


Jedes Jahr wird sie schöner und jedes Jahr wird sie wichtiger. Alle brauchen mehr Platz, auch ich.


Die jüngeren Kinder hopsen in großen Sprüngen über das Trampolin, die großen spielen Federball, das "Baby" wühlt den Sand um und Muttern??? Nun, ich sitze unter unserem neuen Windspiel und denke über die baldige Geburtstagsfeier nach. Mache Pläne, notiere hier was, skizziere dort was. Und super beruhigend klimpert das Windspiel hinter mir!


Es ist aus alten Schraubglasdeckeln gemacht. Die habe ich aufgehoben vom letzten Gang zur Glastonne. Mit Acrylfarbe angemalt und für mich Landratte mit Ankern versehen. Denn ich mag Anker sehr! Ein Loch in jeden Deckel habe ich getanzt und mit Schnüren aus gelben Leinen verknotet.


Von mir aus kann der Sommer kommen. In einer Woche ist schließlich schon Juni!

verlinkt mit creadienstag und werkeltagebuch

Montag, 25. Mai 2015

Montags Rezept: Apfel Schmand Streuselküchlein


Heute ist Feiertag - heute ist frei - heute geht man vielleicht picknicken! Wir gehen heute picknicken. Nicht weit! Möglicherweise nur auf die Wiese vor dem Haus. Aber es muss ein Picknick sein. Mit einem Korb, einer Decke, mit Bechern für den Tee und Zuckerstücken zum so Lutschen oder in den Tee geben.

Vielleicht gehen wir auch zum Fluss und werfen Stöckchen ins Wasser. Aber in jedem Fall wird es ein Picknick. Und dazu brauchen wir leichtes Essen. Essen, das gut zum Tee passt. Küchlein!

Apfel Schmand Streuselküchlein 

um genau zu sein. Denn die sind schnell gebacken. Sehen großartig aus. Und schmecken einfach himmlisch! Perfekt für ein Picknick an einem Feiertag!



die Zutaten.


  1. 300 g Mehl
  2. 1/2 Päckchen Backpulver
  3. 1 Becher Schmand
  4. 2 Eier 
  5. 150 g Zucker
  6. 3-4 Äpfel (entsteint, entschalt und in kleine viertel geschnitten)
  7. möglicherweise 2-3 El Milch



ans Backen.

Alle Zutaten der obigen Reihenfolge nach zusammenrühren. Wenn der Teig zu sehr klebt, noch die Milch hinzugeben. In die Kuchenformen füllen (die Formen gibt es im Drogeriemarkt). Backen bei 180 Grad im vorgeheizten Ofen ca. 30 Minuten. Fertig

Und, geht ihr picknicken heute??




Sonntag, 24. Mai 2015

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Die letzte Woche im Mai bricht morgen an... die Zeit rennt wieder! Der Sommer steht vor der Tür, die Terrassensaison ist schon im vollen Gang. Nächste Woche wird es daher einen Focus auf das "Draußen" geben. 

Ich zeige euch ein paar Impressionen von unserer Terrasse/Garten. Es wird ein Rezept für ein Picknick hier zu finden sein. Ich werde ein kleines, feines Buch vorstellen - rund um das Thema Teich. Es wird ein paar Gedanken geben um das Thema Großfamilie und natürlich am Samstag einen Wochenrückblick mit Schwerpunkt auf die guten Dinge. Lasst es euch gut gehen..

21/52


joinig Jodi on the 52 project

a portrait of my youngest child.... she is now 16 month old...

every cabinet of the kitchen needs to be observed... 

Samstag, 23. Mai 2015

Wochenglück Rückblick

Mitten in der Woche war plötzlich Wochenende für die fast jüngste Tochter, die jüngste Tochter und mich. Für einen Vormittag - frei ohne krank!

  • Terrasse 
  •  und Vormittagssonne, 
  • keinen Stress, 
  • nur Spiel. 
  • Zeit für Alltag außerhalb des Alltags. 
  • Und die Erkenntnis, dass ich wohl niemals fest angestellt irgendwo arbeiten werde können. 



wir haben kleine Stecklinge aus Fuchsien Pflanzen gemacht (wie das geht, erzähle ich in der kommenden Woche)


wir haben Stickbilder am Freitag gemacht


kleinen Händen am Wasserband zugesehen


und Apfel-Schmand-Küchlein gebacken - dazu mehr am Montag.

verlinkt mit Fräulein Ordnung

Freitag, 22. Mai 2015

Persischer Ehrenpreis - das Donnerblümchen am Freitag


Meine Liebe zu den einfachen Dingen beinhaltet auch die Blumen. Je einfacher - sprich von selbst wachsend - um so besser. Alles, was mehr als einmal im Monat meine verehrte Aufmerksamkeit will, hat schlechte Karten.

Deshalb wachsen in meinem Garten gerne solche Blumen wie Gänseblümchen oder Brunnenkresse oder eben der Persische Ehrenpreis. Meine Mama hatte immer schönere Namen für Blumen. Traubenhyazinthe hieß der Schornsteinfeger und der Persische Ehrenpreis hieß Donnerblümchen. Später auch mal Vergiss mein nicht oder Lederblümchen. Aber wegen des Namens Donnerblümchen dachte ich immer, wenn die Blumen blühen, dann gewittert es.

Hat es nie und tut es auch heute nicht. Aber schön sind sie trotzdem die Donnerblümchen. Deshalb heute auf meinem Freitagstisch. In rustikaler Vase - eigentlich Espressotasse. Denn den liebe ich auch sehr!

verlinkt mit Holunderblütchen

Freitagsbasteln: Bilder sticken


Ich mag es ja einfach - auch im Bereich der Wohndeko. Und ich mag es kostengünstig. Aber es muss schon auch was besonderes sein. Deshalb dauert es immer ein wenig, bis neues an die Wand kommt. Einem Regentag und der daraus schlussfolgernden Langeweile ist es zu schulden, dass ich mich erinnerte - an das Bilder sticken. Nicht auf Stoff - das funktioniert nicht mit Kindern im Grundschul- oder gar Kindergartenalter. Auf Papier.

Für die Kinder im Kindergartenalter müssen die Löcher vorgestanzt werden, für die Schulkinder nicht. So, und nun erzähle ich mal, wie ich das immer mit dem gemeinsamen Basteln mache. Ich setze mich an unseren großen Basteltisch. Und beginne mit meiner Arbeit. Prinzipiell sage ich nie: so ich bastle jetzt. Wer macht mit?

Das funktioniert nicht! Warum? Weil es dann Erwartungshaltungen gibt, die man schwer bis gar nicht erfüllen kann, weil Frau nicht weiß, was das Kind erwartet.

Ich sitze also und beginne. Die Kinder malen oder puzzeln oder schlurfen durch den Flur. Sobald ich aber sitze und "arbeite" werden sie aufmerksam. Sie schleichen sich an und sehen mir zu  - verstohlen und niemals hinter meinem Rücken, denn das kann ich nicht leiden. Wenn sie wissen, was ich mache, basteln sie es nach. Wenn sie nicht wissen, was ich mache, dauert die Beobachtungsphase immer gleich lang: 5 Minuten. Dann fragt die erste: Mama, was machst du da?

Diesmal antwortete ich: Ich sticke ein Bild.
Ist das schwer?
Nö...
Kann ich das auch?
Sicher... möchtest du denn???
JAAAA

Na, dann hol dir mal:


  • ein Bogen buntes Papier
  • einen weißen Stift zum Vormalen
  • eine dicke Nadel
  • weißen Zwirn
Und jetzt?

malst du zuerst das Motiv auf das Papier. Fädelst den Faden in die Nadel. Schiebst die Nadel durch das Papier. Stick entlang deiner aufgezeichneten Form in kurzen oder langen Schritten den weißen Zwirn auf das Papier. 

Und wenn du Hilfe brauchst, fragst du mich! 
Alle - bis auf die ganz Kleine - saßen an diesem regnerischen Nachmittag am Basteltisch und haben Bilder bestickt. Schmetterlinge, Blumen oder Fantasieformen. Wie immer darf ich das Gebastelte der Kinder nicht zeigen, deshalb zeige ich euch meine Pusteblume. Einfache Wohndeko eben und doch sicher was besonderes?!

verlinkt mit freutag
verlinkt mit naturkinder

Donnerstag, 21. Mai 2015

LESEN!


Kategorie heute: Moderne Klassiker




Lotta-Leben 
von Alice Pantermüller und Daniela Kohl


Alltagshumor mit einfachen Zeichnungen?? Da klingelt was! Greg's Tagebuch - eben nur für Mädchen! Und es funktioniert:

Die Mädchen stehen drauf, die Jungs machen einen großen Bogen, weil ist ja Mädchenkram. Aufwachen Jungs und Mütter von Jungs und ja auch liebe Buchhändler! Diese Bücher müssen gelesen werden!  Denn es ist immer wieder erfrischend für die Kinder zu lesen, dass es woanders ebenso schlimm, komisch, dramatisch, traurig, blöd oder doof zugeht wie in der eigenen Provinz, der eigenen Klasse, der eigenen Schule oder gar der eigenen Familie. Da ist es Wurst, dass die Story aus Sicht eines Mädchens geschrieben ist. Bei Greg's Tagebuch interessiert es auch niemanden, dass der Hauptprotagonist männlich ist.

Denn es geht um den Alltag von Kindern. Überspitzt sicherlich, aber trotzdem Alltag. Es geht um die bescheuerte Klassenlehrerin, es geht um die beste/nicht beste Freundin - das ändert sich mit den Sorgen des Tages - und es geht um die Beziehung der Kinder zu ihren Eltern.

Letzteres ist vor allem Geschlechtsneutral, denn eine Beziehung zu den Eltern hat schließlich jedes Kind. Und jedes Kind blickt mit Kinderaugen auf die Performance, die wir Eltern jeden Tag vorlegen. Die Mutter von Lotta - einem Mädchen von 10 Jahren und aufwärts - ist ökologisch bewusst, Yoga turnend, wenig Kind interessiert. Dafür aber Konsum orientiert. Sie bestellt immer im Shoppingkanal.

Und ich kann mir nicht helfen - es ist brüllend komisch. Zumindest meistens. Freundlicher Weise bedient die Autorin Klischees, die ich nicht bediene. Das macht das Abgrenzen unglaublich einfach. Aber man merkt schon, dass Alice Pantermüller gelernte Lehrerin ist (Deutsch/Kunst und Geschichte). Hat aber irgendwann abgebrochen oder nicht beendet ... seis drum. In den Büchern liegt jetzt ihre Zukunft. Aber die Attitude einer Lehrerin steckt doch in jeder Seite und auch die Attitude einer belesenen Buchhändlerin. Das war sie nämlich auch noch von Beruf.

Mittlerweile sind 7 Bände erschienen - der 8. erscheint im Juni 2015. Schon mal vermerken. Ich liebe es einfach, wenn aus dem Kinderzimmer oder der Leseecke dieses verstohlene Gelache kommt, weil wieder etwas saukomisch war. Egal ob für Jungs oder Mädchen geschrieben oder gemacht!

Lotta-Leben von Alice Pantermüller, illustr. von Daniela Kohl
Arena Verlag 2012-2015
ca.160 Seiten
€ 9,99

Mittwoch, 20. Mai 2015

love life - Mittwoch


Seit geraumer Zeit lese ich in einigen Blogs über das Rumnölen und Rumerziehen anderer Menschen an jungen Müttern. Manche schreiben sich ihre Wut von der Leber, andere dozieren freundlich über das wesentliche im Leben - nämlich die innere Liebe und das Finden eben jener.

Und ich nöle jetzt mal mit:
So lange ich denken kann, ist mir in meinem Leben von anderen Menschen reingelabert, rumkritisiert und vorgeworfen worden. Das beginnt in der Schule, zieht sich über das Studium hinein in mein jetziges Leben als Mama von 5 Kindern.

Immer das gleiche Muster, immer das gleich Blabla... Im Studium saß ich zwischen den Seminaren gerne in einer kleinen Cafeteria und las oder bereitete mich vor und sah einfach aus dem Fenster. Manchmal kamen Freunde dazu und manchmal kamen die Laberbacken. Kennt ihr die? Kaum dass sie sitzen, erfährst du alle Neuigkeiten, wie du dein Studium optimieren kannst, welche Fehler dein letztes Referat hatte und welche Dinge noch auf der to-do-Liste stehen, die sie oder er alle schon lange erledigt haben und sie wollen ja nur helfen und sie wollen ja, dass du von ihren Erfahrungen profitierst... egal, ob du das willst oder nicht! Sie labern und labern. Meine gute Erziehung verbot das einfache Aufstehen und gleichzeitige Beenden des Gespräches - ich hab zu wenig Narzissmus mitbekommen. Schande auch. Die Krönung war das Gesabbel eines Kommilitone's über ein Buch von Lobo Antunes, den ich bis dahin nicht kannte. Das sei ein großartiger Schriftsteller, aber er - der Kommilitone- werde ihn jetzt nicht vorstellen, weil Antunes eh viel zu schwierig schreibt und ich das nicht verstehen würde! HABE ICH MICH VERHÖRT! Also verzog ich mich danach in den Bereich der BWLer und Juristen. Da kamen die Laberbacken nicht hin - nicht deren Baustelle. Aber schön war es da auch nicht, weil nicht das gleiche Publikum wie in meinen Studiengängen.

Später kamen die Krabbelgruppen und Kinderspielplätze. Unter scharfen Augen der anderen Mütter, die im Schnitt immer mindestens 5 Jahre älter waren und deshalb 20 Jahre mehr Erfahrung hatten, wurde mir jeder Fehltritt - ob begangen oder nicht - mit ungenierter Vehemenz vorgeworfen. Als ich einmal unsere Erstgeborene nicht konsequent genug ermahnte, meinte ein besorgter Papa und Pädagoge von Beruf "soll ich dir mal erklären, was du jetzt gerade falsch gemacht hast und welche Auswirkungen das auf dein Kind hat?" BITTE??? Ich laufe immer noch rot vor Zorn an, wenn ich nur darüber nachdenke.

Es ist doch so: ist dein Kind aus irgend einem Grund schneller mit dem Laufen, Reden oder anderem Kram, wirst du eifersüchtig beobachtet. Ist dein Kind langsamer  als alle anderen, bekommst du unfassbar viele Ratschläge, wie du das alles optimieren kannst! LEUTE! Wie wäre es, ihr kehrt mal vor eurer eigenen Haustür und lasst die anderen in Ruhe!

Auch heute noch mit meinen 38 Jahren und 5 Kindern - man sollte meinen, ich hätte Erfahrung - werde ich beinahe täglich bemuttert von anderen Frauen, die mir helfen wollen mit ihren guten Ratschlägen, werde mit Kritik am Umgang mit meinen Kindern überschüttet. Spielen unsere Kinder draußen und sind laut dabei - das ist so bei Kindern - kommt unter Garantie ein Vorwurf, dass unsere Kinder ja nicht zu überhören wären! (nicht positiv gemeint) Ich wäre überfordert, ich wäre nicht streng genug und ich hätte wenig Ahnung von guter Kindererziehung.

Als wir mit unserer 5. Tochter schwanger waren, kam eine Bekannte fassungslos auf mich zu und fragte mich, wie das denn passieren konnte. Sie würde mir mal ein paar Flyer zum Thema Verhütung mitbringen, schließlich arbeitet sie ja bei Pro Familia und kenne sich aus. HÄÄÄÄ... Ich könnte das ganze Blog mit Geschichten dieser Art füllen.

Ich würde mich unendlich freuen, wenn endlich endlich klar wäre, dass Familien, dass Menschen allgemein ein Recht haben, sich selbst zu entwickeln, ein eigenes Leben zu entwerfen und auch zu scheitern, wenn es denn passiert. Ich möchte nicht begurut werden, ich möchte nicht doziert werden, das einzige, was ich möchte, ist in Ruhe mein Leben leben und ich denke, das möchte eigentlich jeder!

Genug genölt, sonst bekomme ich wieder diese blöden tiefen Falten, die mich alt aussehen lassen und dann werde ich noch als Spießer deklariert. Das ist mit Sicherheit das nächste Kapitel, denn ich lebe ein total langweiliges, normales Leben... spießig eben und so was von uncool... aber voller Zufriedenheit ... spießig eben (für alle, die zum Lachen in den Keller gehen - das war zynisch gemeint)

Dienstag, 19. Mai 2015

ein Kleid selber nähen zum creadienstag


Ich habe Stoff gekauft. In Massen - wie immer. Und ich habe immer ein Kleid oder eine Tunika oder ein Jacke, oder - ihr versteht schon - im Hinterkopf. Aber die Zeit der Umsetzung ist sehr sehr mangelhaft und oft komme ich erst im Winter dazu, das Kleid für den Sommer zu nähen.


Denn sind wir mal ehrlich: wer von uns mit kleinen Kindern zu Hause hat mehr als eine Stunde Zeit oder Lust? Wenn ich abends die Kinder im Bett habe, könnte ich ja, aber ich will nicht, weil unendlich müde. Unter Tags habe ich nicht mehr als eine Stunde Zeit. Es ist ein Dilemma. Aber kein großes, das gebe ich zu und auch ein reines Luxusproblem. Wäre ich darauf angewiesen, also müssten meine Kinder tragen, was ich nähe und nur was ich nähe, ich würde Zeit und Lust mit Sicherheit finden. Dachte ich mir und machte mir Gedanken über einen super schnellen, super schönen Schnitt.

Und da kamen mir die 1950er Jahre in den Sinn. Weite Röcke an schönen Oberteilen. Kann ich auch. Habe eine Skizze gemacht und angefangen zu nähen. Das arme Kind musste alle 10 Minuten zur Anprobe kommen. Aber nach einer halben Stunden war ich fertig. Denn es sind im Ganzen 8 Nähte und das einzig Zeitaufwändige war das Verbinden von Oberteil und Rock. Diese Falten!!!

Dumm nur, dass ich jetzt kaum noch Baumwollstoff für andere Kleider mit demselben Schnitt habe. Das werde ich ändern müssen - nein Scherz! Für Viskose und Co. zeige ich einfach die anderen Varianten sobald ich mal wieder ne Stunde Zeit habe.

verlinkt mit creadienstag, mit meitlisachen