Freitag, 27. Februar 2015

friday crafting - süße Kirschen für alle


Unsere zweite Tochter meint, Kirschen sind ja noch gar nicht reif. Und ja sie hat Recht. Aber ich liebe Kirschen und ich liebe es, sie zu basteln, seit ich auf der Blog Seite der Mollie Makes gesehen, wie einfach sie herzustellen sind. Und mal unter uns, sehen diese Kirschen nicht entzückend aus? Sie gehören definitiv zu den guten Dingen!

Ich verwende sie als Kopfschmuck, als Brosche, als Anhänger für Taschen und Marmeladegläser und manchmal auch für den Osterkorb. Also hier von mir meine persönliche Anleitung.

das braucht ihr

Bast (ca. 10 cm), rote Filzwolle, Filznadel, grüner Bastelfilz


ans Basteln

Ein Ende des Bastes mit der roten Filzwolle umwickeln, bis sich eine Kugel ergibt. Den grünen Filz zu zwei Blättern schneiden. Die zwei grünen Blätter mit einem kleinen Loch versehen und auf den Bast in ca. 2 cm Entfernung eurer roten Kugel auffädeln. Am anderen Ende des Bastes ebenfalls eine rote Kugel formen. Mit der Prickelnadel in Form bringen. Fertig!

Viel Spaß beim Nachbasteln!

Donnerstag, 26. Februar 2015

Lesen!

Ein Buch lesen, ein Buch ansehen, es riechen, Geschichten erleben oder Wissen sammeln - all das sind die guten Dinge des Lebens. Mit Kindern gemeinsam lesen ist ein hohes Gut, an dem nicht nur die Kinder wachsen, sondern auch wir Eltern. Ist eine Geschichte spannend, gehen wir gemeinsam auf die Reise. Beinhaltet ein Buch vorrangig Wissen, profitieren wir alle davon. Ein Buch zu Hand zu nehmen und gemeinsam mit unseren Kindern zu erleben, welche großartige Welten sich eröffnen können - genau das möchte ich am Donnerstag tun. Ich möchte hier auf die guten Dinge mit euch zusammen Bücher erkunden, Bücher, die ich gut finde vorstellen und mich gerne inspirieren lassen, von euren Büchern. Welche Titel findet ihr spannend, interessant oder sollte man als Kind unbedingt gelesen haben? Und damit es kein Kuddelmuddel gibt, gebe ich die Kategorien vor. Ich freue mich auf eure Kommentare.

Kategorie heute: Bilderbücher für Kleinkinder

Wann kann man mit dem Lesen beginnen. Ich meine selbstverständlich das Vorlesen. Das eigentliche Vorlesen kann je nach Kind mit knapp 2 Jahren beginnen. Aber seid nicht frustriert, wenn euer Kind dann trotzdem nur an den Seiten reißen oder ständig über die Bilder erzählen möchte. Jeder Anfang ist gut und aus 2 Minuten Konzentration wird irgendwann mehr.

Prinzipiell finde ich, dass Bücher schon für Kinder unter einem Jahr im Haus zur Verfügung stehen sollten. Damit meine ich, dass Pappbilder-oder Fühlbilderbücher im Haus vorhanden und für das Kleinkind zu jeder Zeit erreichbar sein müssen. Es macht wenig Sinn, wenn das Buch im elterlichen Bücherschrank auf 2 Meter Höhe ein einsames Leben fristet. Schwierig ist das sicherlich für alle Eltern, die es trotz Kleinkind gerne sauber und aufgeräumt haben möchten. Denn es gibt kaum etwas Schöneres für ein Kind ab einem Dreiviertel Jahr als sich am Bücherregal hochzuziehen und die Bücher, die da so schön nebeneinander aufgereiht stehen, herauszuziehen. Spannend aber ist es doch immer wieder zu beobachten, dass das Rausziehen irgendwann in ein aktives Aufschlagen des Buches führt. Das Kind partizipiert also. Die unterste Reihe eines Bücherregals sollte also immer für Kinderbücher reserviert sein. Wer kein Bücherregal besitzt, erzielt den gleichen Effekt, wenn die Kinderbücher in eine Kiste gestellt werden.

Aktives Vorlesen beginnt dann, wenn sich jetzt noch Mama oder Papa oder gerne auch die älteren Geschwister neben das Kleinkind setzen, ein Buch aus dem Stapel ziehen und sagen: Guck mal. Das funktioniert oft wunderbar. Und es ist der Einstieg ins Lesen! Welche Bücher sich für die ganz Kleinen eignen, könnt ihr bei der Stiftung Lesen erfahren oder ihr fragt in einer Buchhandlung nach.

Meine persönliche Empfehlung ist ein Buch aus dem anthroposophischen Bereich. Es geht um Zwerge, es geht um Licht, es geht um eine kleine Reise. Der Text ist wirklich ansprechend in Reimform, die Bilder laden zur Ruhe ein. Das Büchlein sieht so umspektakulär aus, beinhaltet aber einen wahren Vorleseschatz.
Anneliese Metzig-Brusberg: Mein kleines Zwergenbuch. Urachhaus Verlag ISBN: 978-3-8251-7134-6
€ 7,90
zu beziehen unter anderem beim Avalon Versand oder direkt bei Urachhaus.


Was sind eure Vorleseschätze? Ich bin gespannt!

Mittwoch, 25. Februar 2015

Impfen!


Meine heutigen Gedanken kreisen um ein wichtiges Thema: Impfen. Um es gleich vorweg zu sagen und damit ich niemandem zu Nahe trete: Ich bin für das Impfen! Und ich bin der Meinung, dass genau das nicht diskutiert werden darf!

Als unsere erste Tochter geboren war, machten wir uns so einige Gedanken um das Thema Impfen. Wir lasen jeden Artikel von den Impfgegnern und den Impfbefürwortern. Die Ratio hat schließlich die Überhand gewonnen. Wir wechselten den Kinderarzt - von einem anthroposophischen Arzt zu einem "normalen" Kinderarzt und ließen unsere Tochter impfen und zwar gegen alles, was damals handelsüblich war. Und das taten wir bei all unseren Kindern. Sicher gab es die eine oder andere Reaktion nach dem Impfen - die Kinder fühlten sich schlapp, müde und eine Tochter bekam sehr hohes Fieber. Aber das alles ging vorbei. Ohne die so gefürchteten Komplikationen.

Als unsere jüngste Tochter 2 Wochen alt war, bekamen wir Besuch. Man wollte das Baby so gerne sehen, in den Arm nehmen, wiegen und auch riechen. Der Besuch war Keuchhusten Träger. Und unsere Tochter steckte sich an. Nur unsere jüngste Tochter - alle anderen waren ja geimpft. Keuchhusten - und das nur zur Info - ist im Säuglingsalter lebensgefährlich. Wird er nicht im Frühstadium erkannt, kann auch ein Aufenthalt auf einer Intensivstation oft nicht mehr helfen. Gott sei Dank waren wir aufmerksam und Gott sei Dank wurde uns mitgeteilt, dass Keuchhusten an Bord war. So konnten wir das Kind mit einem starken Antibiotikum im Alter von 3 Wochen !!! retten. Seither ist sie anfällig auf jede Form von Lungenkrankheit. Allein diesen Winter hat sie 3 Mal ein Antibiotikum einnehmen müssen (sie ist aktuell 13 Monate). Ich schreibe das hier, weil ich erst vor 2 Tagen aus dem Krankenhaus kam. Aus der Notaufnahme um genau zu sein. Weil unsere Tochter wieder keine Luft bekam - und das weil sie Keuchhusten hatte im Alter von 3 Wochen, übertragen von einem Mitmenschen ohne Schutz, der es mit Sicherheit nicht böse gemeint hat.

Ich plädiere hier und heute dafür, sich und seine Kinder impfen zu lassen. Ich appelliere an den Gemeinschaftsgedanken. Auch wenn ich dafür möglicherweise einen Shitstorm riskiere! Wir alle tragen etwas dazu bei, dass unsere Gemeinschaft funktioniert. Und dazu gehört ein Flächenschutz für Kinder, für Kranke, für alle, die hier leben!

Dienstag, 24. Februar 2015

creadienstag - Bienen DIY aus Erlensamen


Der Frühling - er hat es mir angetan. Ich sehne die Sonne und ich sehne die Wärme. Ich sehne die Luft und ich sehne die Bienen. Deshalb hole ich mir die Bienen jetzt einfach schon mal ins Haus. Unser Jahreszeitenkranz, der in der Küche über dem Esstisch hängt, darf jetzt Bienen beherbergen. Es ist ein kleiner Schwarm aus Erlensamen. Die Erlensamen sammeln wir jeden Winter und jeden Frühling für verschiedene Basteleien. Mit ein wenig gelben Bast umwickelt, wirken die Erlensamen tatsächlich wie kleine Bienen. Im Laufe des Frühjahrs wird immer mehr Deko zu den Bienen dazu kommen. Ganz wie die Natur erwacht. 
Aber die Bienen sind immer die ersten. Sie lieben die Veilchen und sie lieben die Sonne, sie lieben eben den Frühling. So wie ich.

mein Beitrag zum heutigen Creadienstag.

Montag, 23. Februar 2015

sweet treat - monday recipe


Mein wöchentlicher preview ist einer neuen Grippewelle im Haus zum Opfer gefallen. Ich muss schon sagen. Könnte auch mal wieder aufhören, dieses ewige krank sein. Aber wir wollen nicht jammern. Sondern uns lieber an den süßen Seiten des Lebens erfreuen. Oder an den schönen. Deshalb habe ich mal die Weidenkätzchen von gestern heraus gekramt. Denn heute schneit es ja wieder. Und da könnte man schon mal meinen, der Frühling wartet noch. Nein, nein, nein... die Weidenkätzchen sind der Beweis!


Wenn alles krank darniederliegt, hilft manchmal ein einfacher Blätterteig aus dem Kühlschrank, gefüllt mit tiefgefrorenen Himbeeren, zwei Teelöffeln Zucker vor dem Einschlagen des Blätterteiges und bei ganz schlimmen Beschwerden - aber deutlichem Weg zur Besserung - auch noch warme Vanillesoße. Vanillesoße blieb weg. Es war also schlimm. Das gute an Blätterteig aus dem Kühlregal ist, dass man ihn einhändig verarbeiten kann. Das kranke Kind auf dem Arm, arbeitet Frau sich also durch den Dschungel der Küche, die immer weiter im Chaos versinkt. Aber: die Weidenkätzchen blühen, der Frühling naht und eine unordentliche Küche wird auch wieder sauber... die Welt kann rosarot schmecken, wie tiefgefrorene Himbeeren in Blätterteig! In diesem Sinne: einen schönen Start in die Woche und bleibt gesund!

mein monday recipe wandert noch schnell zum sweet treat... 

Samstag, 21. Februar 2015

Wochenglück und Samstagskaffee

Ein großes Glück dieser Woche waren die freien Tage. Freie Tage dank Fasching... und dann auch noch mit Sonnenschein. Was will der Mensch mehr. Wir haben Zugvögel gesehen und wir haben die Weidenkätzchen gesehen, die sich weiß gegen das Grau des Alltags abheben. Wunderschöne Vorfrühlingszeit!

Es stand in der Wochenmitte unser Nachbar mit einer Tüte Berliner (da, wo ich herkomme, heißen die ja Pfannkuchen) vor der Tür. 10 Stück! Einfach so. So ein Glück, wo die Kinder und ich doch Berliner so sehr lieben!


Heute habe ich die Berliner aufgebacken und mit einer leckeren Tasse Kaffee genossen. Ich habe aus dem Fenster gestarrt, dabei auf meine hängenden Gärten geblickt, die grauen Wolken mit den Blicken verfolgt und mir versichert: der Frühling muss jetzt kommen. Denn ich habe unerträgliche Migräne. Für meine Kinder heißt Migräne immer: es kommt schönes Wetter. Für sie gehört meine Migräne zu den guten Dingen.....

Für mich heißt es, durchhalten. Ach und darf ich euch noch ein Vögelchen vorstellen. Es ist meine erste Auftragsarbeit. So was aber auch!
so und nun ab mit soviel Wochenglück zum Fräulein Ordnung. Und mit meinem Kaffee zur illustren Runde der Kaffeedamen bei ninjasieben.

Freitag, 20. Februar 2015

friday crafting


Willkommen zum Freitags Basteln. Wie versprochen, zieht heute im Blog der Frühling ein. Denn der Frühling wird kommen. Lange kann es nicht mehr dauern. Wir haben Zugvögel gesehen und hören die Stimmen der Singvögel, die eigentlich noch nicht zurück erwartet waren.
Die Luft riecht anders, die Schneeglöckchen zeigen Flagge. Apropos Schneeglöckchen. Wir haben uns Blumenzwiebeln ins Haus geholt - Osterglocken und Narzissen. Preisgünstig bei Manufactum. Die Zwiebeln haben wir in den Tiefkühler gesteckt, damit sie noch eine Ladung Frost abbekommen. Denn sonst wird das nichts mit den Blüten.
Was jetzt noch fehlte, war eine ordentliche Behausung für die schönen Blumen. Blumenkästen ins Haus stellen ist eine Idee, Töpfe aus Beton auch ganz wunderbar. Aber wenn man wie wir am Ende der Welt lebt, braucht es Ideen, die einfach und schnell umzusetzen sind und zwar mit den Materialien, die zu Hause sind.

Was wir immer im Haus haben, sind Milchpackungen. Diese Tetrapackungen sind ganz großartige Verwandlungskünstler, gehören definitiv zu den guten Dingen und wurden von uns zu hängenden Gärten verarbeitet. Und das geht super schnell, super einfach und ohne kleben oder nähen. Dazu einfach eine Milchpackung an einer Längsseite mit einem scharfen Messer aufschneiden. Einen schönen Stoff drumherum legen. Mit einer Lochzange Löcher in Milchpackung und Stoff schneiden. Nun einen festen Faden durchfädeln und verknoten. Die Blumen in die Packung pflanzen und ins Fenster hängen.

Viel Spaß beim Nacharbeiten. Übrigens kann in eine Milchverpackung auch eine Blume einziehen, die aus dem Laden und mit Blüten kommt.
http://www.bloglovin.com/blogs/die-guten-dinge-13221043

Donnerstag, 19. Februar 2015

LESEN!

Ein Buch lesen, ein Buch ansehen, es riechen, Geschichten erleben oder Wissen sammeln - all das sind die guten Dinge des Lebens. Mit Kindern gemeinsam lesen ist ein hohes Gut, an dem nicht nur die Kinder wachsen, sondern auch wir Eltern. Ist eine Geschichte spannend, gehen wir gemeinsam auf die Reise. Beinhaltet ein Buch vorrangig Wissen, profitieren wir alle davon. Ein Buch zu Hand zu nehmen und gemeinsam mit unseren Kindern zu erleben, welche großartige Welten sich eröffnen können - genau das möchte ich am Donnerstag tun. Ich möchte hier auf die guten Dinge mit euch zusammen Bücher erkunden, Bücher, die ich gut finde vorstellen und mich gerne inspirieren lassen, von euren Büchern. Welche Titel findet ihr spannend, interessant oder sollte man als Kind unbedingt gelesen haben? Und damit es kein Kuddelmuddel gibt, gebe ich die Kategorien vor. Ich freue mich auf eure Kommentare.

Kategorie heute: Märchen


Heute ist Donnerstag! Das heißt: heute wird gelesen. Ich möchte die erste Runde LESEN! mit einem Klassiker beginnen. Es ist ein Märchen aus den 1950er Jahren in zwei Bänden. Nikolai Nossow: "Nimmerklug im Knirpsenland" und "Nimmerklug in Sonnenstadt", neu aufgelegt im Leipziger Kinderbuchverlag GmbH  (leiv).

Worum geht es
Ganz knapp gesagt, geht es um einen Knirps in Daumengröße namens Nimmerklug (zu sehen oben und von mir als Kind charmant coloriert), der zusammen mit seinen Freunden in einer Welt aus Knirpsen und Knirpselinen Abenteuer erlebt und natürlich jede Menge Unsinn treibt. Im ersten Band wird der Knirps mit seinen Freunden vorgestellt und wir folgen ihm auf eine Reise mit einem Ballon. Im zweiten Band beginnt die Reise schon auf den ersten Seiten und es werden Utopien und Fantasien der neuen Welt gezeigt.

Fazit und Leseempfehlung
Beide Bücher sind zu empfehlen ab einem Alter von 5 Jahren. Die kurzen Kapitel sind auf einem schönen Lese - und Sprachniveau, das die Kinder weder unter- noch überfordert. Selbstverständlich ist es ein Vorlesebuch bis zum Alter von 9 Jahren. Danach kann es gut allein gelesen werden.
Die Abenteuer des Knirpsen Nimmerklug sind einfach großartig. Die Kinder fiebern mit, lauschen und warten, was er sich wohl als nächstes ausdenkt - Unsinn zumeist. Die Bilder der Bücher sind liebevoll gestaltet. Wer das Glück hat, eine Originalausgabe zu bekommen, der wird die Bilder sehr mögen. Aber auch die Neuauflage ist nach dem Original inspiriert und ausgestattet.

Ich mag die Abenteuer von Nimmerklug und seinen Freunden sehr. Sie haben mich durch meine Kindheit begleitet und haben schon lange Einzug in die Kinderzimmer meiner Kinder gehalten. Daher möchte ich euch beide Bände sehr ans Herz legen. Denn was man an diesen beiden Bänden sehr schön sehen kann, ist, dass Kinderbücher durchaus durchdacht und auch auf einem relativ hohem Sprachniveau laufen können. Vor allem aber, dass Kinder sich genau von solchen Werken inspirieren lassen, sich mit der Geschichte bewegen, Schlüsse ziehen können und wirklich traurig sind, wenn das Kapitel beendet ist und es heißt: ab ins Bett.

Nossow, Nikolai: Nimmerklug im Knirpsenland und Nimmerklug in Sonnenstadt. Leipziger Kinderbuchverlag GmbH, Neuauflage 2008
ISBN 978-3928885379
ISBN 978-3928885652

P.S.: es gibt auch noch die Bände Nimmerklug auf dem Mond und Schraubschnell und Schraubstift bauen einen Staubsauger. aber beide Bände sind nicht mehr zu erhalten... .Schade

Mittwoch, 18. Februar 2015

Mittwochsgedanken


Gestern habe ich auf SWR2 eine Buchvorstellung gehört. Es ging um eine Streitschrift. Eine Streitschrift, die gerne provozieren wollte - mit dem Thema Feminismus. Die Autorin mag keine Kinder haben und sie fühlt sich in der Gesellschaft wegen dieser Einstellung benachteiligt, bevormundet und unter Erklärdruck. Sie findet, dass sich das dringend ändern muss. Dass es Frauen zugestanden werden muss, keine Kinder zu wollen und deshalb nicht schief von der Seite angeguckt oder benachteiligt zu werden.

Was habe ich mich aufgeregt. Sicher hat sie Recht, wenn sie sagt, dass man einen Mann nicht fragt, warum er keine Kinder haben möchte. Aber worum geht es hier bitte? Eine Streitschrift, die uns Frauen weit ins Jahr 1970 zurückwirft. Die Frage nach dem sollte man überhaupt Kinder haben und wenn ja, wann und wenn ja, wie viele.. Die Frage mit nein zu beantworten - all das gehört in den Bereich privates.

Ich dachte, wir hätten das hier hinter uns gelassen. Ich dachte, wir Frauen könnten uns endlich darauf besinnen, wie wir zusammen stehen. Jede nach ihren privaten Interessen und Wünschen ohne politischen oder privaten Überbau, ohne selbst entworfene Religionen, die wir vor uns hertragen und von denen wir erwarten, dass andere Frauen sie übernehmen. Ich dachte, wir könnten uns endlich darauf konzentrieren, wie wir alle ein Leben in einer funktionierenden Gemeinschaft leben können.

Papas gehen zum Kinderarzt - das ist super. Reicht aber nicht. Papas bleiben zu Hause, um 2 Monate länger Erziehungsgeld zu bekommen - das ist super, reicht aber nicht. Wer fängt Familien und vor allem uns Frauen auf, wenn die Kinder krank sind, wenn sie Schulferien haben, wenn Brückentage sind, wenn die Schulen spontan wegen Krankheit 3 Tage schließen? Wer sorgt endlich dafür, dass Frauen, die zu Hause bleiben Rente bekommen, nicht von der Seite schief und als konservativ angesehen werden. Hier sind Antworten und vor allem Streitschriften gefragt und nicht, ob Frau Kinder bekommt oder nicht. Das ist eine Frage der Vergangenheit. Und übrigens schon lange beantwortet.

Jetzt geht es um die Frage der Allgemeinheit, gesellschaftliche Fragen: wie können Frauen/Familien unterstützt werden, damit Frauen ebenso arbeiten gehen können wie Männer, damit ihre Karrieren nicht brechen, damit sie nicht auf Oma oder Opa oder Kindermädchen zurückgreifen müssen. Wo sind die flexiblen Jobzeiten? Wo sind die Frauen, die nicht die Augen verdrehen oder ausrufen Ach herrje 5 Kinder, wenn ich sage, wie viele Kinder ich habe. Ich weiß nicht, wie oft ich mich "rechtfertigen" musste, erklären musste, warum das hier mein Weg ist, warum mein Weg für mich ein sehr guter - der einzig richtige Weg ist.

Ihr seht, ich rege mich immer noch auf. Vielleicht publiziere ich ja auch mal eine Streitschrift, in der ich die Gesellschaft auffordere mir vorurteilsfrei zu begegnen, mir nicht mein Hirn abzusprechen, mir meine Arbeit als Arbeit anzuerkennen... so, ne, jetzt muss ich Essen kochen...

Dienstag, 17. Februar 2015

creadienstag

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Seit einem halben Jahr geht unsere zweite Tochter in eine Näh AG. Definitiv eines der guten Dinge. Ich bin nämlich nicht die Geduldigste. Erste Amtshandlung der Lehrerin war es, ein Nähtäschchen zu nähen, wo Schere, Zwirn und Nadeln Platz finden. Ich finde die Idee ja super, ABER: die Näh- und Stecknadeln werden zwischen Stoffe geklemmt und dann in das Täschchen geschmissen, wo sich dann die Spitzen der Nadeln ihren Weg nach draußen suchen. Und ich suche beständig eine Möglichkeit dem Gepickse zu entgehen. Keine Chance. Also habe ich kurzerhand mein Nähetui aus der Versenkung gekramt. Es neu überdacht und dem Kinde vorgestellt. Gott sei Dank gefällt ihr mein Nähetui so gut, dass sie alle Näh-und Stecknadeln übersiedeln ließ.

Dabei ist das Nähetui so simpel herzustellen. Es braucht ein Stück Pappe. Papiere, um die Pappe zu verkleiden, ein wenig Filz, handelsüblichen Kleber, Strick und Locher. Ach ja und Masking Tape für die Ränder. Und schon gehts los. Die Pappe mit den Papieren beziehen und Masking Tape an den Rändern entlang kleben (mein Original ist  mit bunten Stoffen, aber mit Papier gefällt es mir besser). Dann die bezogene Pappe mittig knicken. Dünnen Filz zuschneiden. Mit Hilfe eines Bandes den Filz in das Nähetui anbringen. Löcher mit dem Locher an den schmalen Außenseiten anbringen. Faden rein, Nadeln rein, zubinden und fertig.

mein Beitrag zum creadienstag

Montag, 16. Februar 2015

monday recipe

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Mein Montagsrezept ist inspiriert von dem unbedingten Wunsch, gesund zu werden. Vitamin C, Vitamin C und noch mal Vitamin C in Verbindung mit Honig und Zwiebeln. Orangen auf frischem Brot mit Quark und Zwiebeln schnell im Ofen überbacken, macht satt, macht frisch, macht garantiert gesund!

Todays recipe is inspired by the last 2 weeks. I hate being sick. And I decided to eat lots of vitamin C and honey and onions. oranges with fresh bread, fresh cheese and onions, baked for 10 min - you will be back on track again in no time.

das Rezept:

eine Scheibe Brot
eine Bioorange
Quark
eine halbe Zwiebel
Honig

ans Backen:

die Scheibe Brot mit ordentlich Quark beschmieren, Zwiebeln drüber, danach die Orange in Schalen schneiden, Honig drüber geben - wer möchte auch ein wenig Curry. ab in den Ofen für 10-15 min und  LECKER!!

Sonntag, 15. Februar 2015

preview


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Was erwartet euch in der kommenden Woche? Nun, da ich wieder hergestellt bin, findet ihr am creadienstag einen Beitrag rund ums Nähen. Am Freitagsbasteln werde ich ein Upcycling-Projekt vorstellen, das schon sehr frühlingshaft ist und es wird wieder Gedanken rund um das Thema Familie geben. Bis dann und habt einen schönen Start in die neue Woche. 

Hefeklöße - sweet treat - new recipe

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Singend steht das fast kleinste Kind am Fenster. Sie freut sich. Über die Sonne und vor allem über ihr absolutes Lieblingsessen. Auf meine Frage: möchtest du ein zweites Frühstück? wird heftig mit dem Kopf geschüttelt: Nein. Sie will sich den Hunger aufbewahren. Sie will ganz viel Essen können von: Hefekloß mit heißen Himbeeren in Vanillesoße. Ein einfaches Gericht wie gemacht für süße Schleckermäulchen und für mich - ich gebe es zu. Aus Kindertagen gerettet ins Erwachsenenleben, für schönes Essen an einem Sonntag oder Montag oder Dienstag oder wann immer einem danach ist, die schönen, die guten Dinge des Lebens zu genießen.

die Zutaten für 4 Kinder mit großem Hunger:
für den Teig:
600- 700 g Mehl (Typ 405)
2 Päckchen Trockenhefe
2 El Zucker
50 g Butter
ca. 100 ml warme Milch
ca. 150 ml warmes Wasser

für die Soße:
eine Packung tiefgefrorene Himbeeren
1 Päckchen Vanillezucker
1/2 Päckchen Sahne
eine große Tasse Milch


ans Backen:

Erster Schritt: der Hefeteig! Dazu bitte 500 g Mehl zusammen mit der Hefe, dem Zucker, der Milch mit der warmen Butter vermischen. Der Teig muss sehr locker sein, sonst geht er nicht auf. Jetzt muss der Teig gehen. Dazu an einen warmen Ort für 20 Minuten stellen. Nach 20 Minuten (der Teig muss sich vergrößert haben) wird das restliche Mehl dazugegeben. Verkneten bis der Teig nicht mehr klebt.
Zweiter Schritt: den fertigen Hefeteig in kleine Portionen, sprich Kugeln, formen. Durchmesser ca. 6-7cm.
Dritter Schritt: Siebtopf mit Wasser aufstellen. Damit die Hefeklöße gelingen, dürfen sie nicht im Wasser schwimmen, sondern werden im Wasserdampf gegart. Wasser heiß werden lassen. In der Zwischenzeit die Hefekugeln zur Seite stellen und ein wenig gehen lassen. Sobald das Wasser kocht, die Kugeln in das Sieb legen. Ca. 20 min in Wasserdampf ziehen lassen.
Vierter Schritt: die Soße! Sie ist wirklich schnell gemacht. Einfach die Früchte in einem kleinen Topf zum köcheln bringen mit Sahne und Milch ablöschen. Vanillezucker hinzufügen und aufpassen, dass es nicht!!! kocht. Denn sonst gerinnt die Milch. Über die Klöße geben und LECKER!

ab damit zum sweet treat  - wo es lustigerweise heute auch ein Rezept mit tiefgefrorenen Himbeeren gibt.

Samstag, 14. Februar 2015

Wochenglück und Samstagskaffee

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Moderner Medizin sei dank bin ich wieder gesund. Ich atme ein und aus ohne das was weh tut. Jetzt kämpfe ich mit dem Rückstau. Arbeiten, die liegen geblieben sind. Wie kann sich soviel Chaos in so wenig Zeit ansammeln. Sei es wie es sei. Das größte Glück dieser Woche ist die Sonne, ist das Atmen, ist die Schönheit des Lauschen, die Größe der Stille und das Sammeln der Gedanken. Es sind gleichzeitig die guten Dinge. Es war trotz allem eine schöne Woche.

und ein wunderbarer erster Kaffee an diesem Samstag. Ein Kaffee, der auch nach Kaffee schmeckte. Lecker - ab damit zu Ninjasieben. 


die langsame Rückkehr kreativer Energie
die Sonne und die Natur


und ein kleines Vögelchen mitsamt Anleitung für euch

mein Wochenglückrückblick ist wie jeden Samstag bei Fräulein Ordnung zu Gast 

Freitag, 13. Februar 2015

friday crafting - felted bird DIY - FILZVOGEL SELBERMACHEN

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Versprochen ist versprochen. Heute am Freitagsbasteln auf die guten Dinge zeige ich euch, wie man einen Filzvogel herstellt. Gleich vorweg. Es ist nicht ganz so einfach. Ein wenig Erfahrung im Trockenfilzen solltet ihr mitbringen. Aber mit ein wenig Versuchen, sollte es eigentlich jedem gelingen einen kleinen Filzvogel selber zumachen.

das braucht ihr für einen kleinen Filzvogel ca. 5cm lang:

weißen Wollstrang ca. 5 x 20 cm
schwarze Wolle ca. 6 x 7 cm
rote Wolle für Augen und Schnabel - dafür braucht ihr wirklich wenig! also Reste

ans Basteln: 

zunächst den weißen Wollstrang mittig knoten

am Konten die Wollstränge zusammenführen und den Draht für die Füße des Vogels dazwischen legen

mit der Prickelnadel rhythmisch die Wolle formen

sobald sich eine Vogelform abzeichnet, den Vogel mit schwarzer Wolle "beziehen"

Augen und Schnabel einarbeiten. Fertig... 

Klingt einfach und mit ein wenig Übung ist es das auch. Diese kleinen Vögel sehen an einem Kranz als Frühlingsdeko einfach hinreißend aus und machen sich auch als kleine Geschenke ganz wunderbar. 

Donnerstag, 12. Februar 2015

weder vergessen noch einfach weg - nur krank

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Es hat mich unerwartet heftig erwischt - die Grippe. Nun vielleicht war es auch das Gesamtpaket aus Schlafmangel, kranke Kinder, trotzdem Kochen, Aufräumen, Versorgen, Erziehen --- na und so weiter. Jetzt muss ich auf die moderne Medizin zurückgreifen und bin dankbar, dass es sie gibt. Und ich muss kürzer treten, für einen kurzen Moment wenigstens. Bis aus müde wieder munter wird. Es liegen die guten Dinge in der Ruhe und im Kuscheln und im Lauschen und im Erzählen.